Aachen - Erste Hälfte der A44-Brücke fällt Silvester

Erste Hälfte der A44-Brücke fällt Silvester

Von: Claudia Schweda
Letzte Aktualisierung:
Autobahnkreuz Kreuz Aachen A4/A44 Grafik Verkehrsführung
Zuerst wird der Verkehr von Köln in Richtung Belgien über die neue Behelfsbrücke geleitet, danach werden die Fahrzeuge aus Düsseldorf in Richtung Belgien über die Parallelfahrbahnen geführt. Zum Schluss wird der Verkehr der A44 aus Belgien in Richtung Düsseldorf auf die westliche Brückenseite umgeschwenkt. Unsere Grafik zeigt den endgültigen Verkehrsverlauf bis zum Abriss des westlichen Teils der Brücke. Zuvor wird allerdings zuerst der östliche Teil der Brücke abgerissen - an Silvester.

Aachen. Der Umbau des Aachener Kreuzes nimmt Fahrt auf: Silvester soll die erste Hälfte der A44-Brücke über die A4 abgerissen werden. Schon in zwei Tagen, am Montag, wird die dafür errichtete Behelfsbrücke westliche der alten Brücke in Betrieb genommen

Das teilte der Landesbetrieb Straßenbau, Außenstelle Aachen, am Freitag mit.

Die östliche Brückenseite muss schon vier Wochen vor dem eigentlichen Abriss geräumt werden, um diesen vorzubereiten. Ab Montag soll deswegen der Verkehr von der A4 aus Köln in Richtung Belgien über die Behelfsbrücke fahren, die westlich an die alte Brücke angelehnt wurde. Im Laufe der kommenden Woche werden die Fahrer, die aus Düsseldorf in Richtung Belgien unterwegs sind, etwas nach rechts auf die sogenannte Parallelfahrbahn der A44 verschwenkt. Dann sind die beiden Hauptfahrbahnen Richtung Belgien frei, so dass dort in Gegenrichtung der Verkehr nach Düsseldorf fließen kann.

Vor dem Teilabriss müssen sich die Bagger nach Angaben von Klaus Erdorf, stellvertretender Projektleiter des Kreuzumbaus, zunächst acht Meter tief unter der Brücke in die Erde graben. Dort befinden sich die sogenannten Widerlager, mit denen die alte Brücke im Boden verankert ist. Diese Widerlager müssen freigelegt werden. Planmäßig sollen diese Vorarbeiten in vier Wochen beendet sein - wenn kein dauerhafter Wintereinbruch die Arbeiten behindert. Alternativtermin für den Abriss der Ostseite ist laut Erdorf der 15. Januar. „Aber dann haben wir nur 24 Stunden Zeit”, sagt Erdorf. Der Silvesterabend sei dagegen ein optimaler Zeitpunkt zum Start, „weil dann fast kein Verkehr ist”. Zum Jahreswechsel würden ihnen deswegen sogar 48 Stunden für die Arbeiten gegeben.

15 oder 16 Abrissbagger

15 oder 16 Bagger werden auf der A4-Trasse stehen, und die Brücke von dort aus abreißen. Für die Dauer der Arbeiten wird dieser Abschnitt der Autobahn zwischen Aachen und Köln in beiden Richtungen gesperrt werden.

Auf den Webcams, die der Landesbetrieb im Kreuz installiert hat, damit Autofahrer sich über die aktuelle Stausituation informieren können, werden die Abrissarbeiten an dieser Brückenhälfte nicht zu sehen sein. Die Webcams sind auf die westliche Brückenseite gerichtet, die erst in der zweiten Bauphase abgerissen wird.

Grundsätzlich können sich Autofahrer in den Wintermonaten auf weniger Baustellen auf den nordrhein-westfälischen Autobahnen freuen. Während es im Sommer noch bis zu 30 Großbaustellen gegeben habe, werde deren Zahl im Dezember auf rund zehn reduziert, sagte Bernd Löchter vom Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen. Schon bei der langfristigen Planung werde darauf geachtet, möglichst vor dem Winter mit den Arbeiten fertig zu sein. „Ansonsten ist es ziemlich ungünstig, wenn man im Winter die Arbeiten unterbrechen muss”, sagte Löchter. Bei den weiterhin bestehenden Baustellen handele es sich um langjährige Projekte, die nicht zurückgebaut werden könnten. Dazu gehöre neben dem Aachener Kreuz die umfangreiche Baustelle an der A 1 bei Köln-Lövenich.

Wann die Zahl der Baustellen wieder hochgefahren wird, lässt sich nur schwer vorhersagen. Sollte der Winter mild verlaufen, könnten bereits im Februar die ersten Baustellen wieder eingerichtet werden, sagte Löchter. Im letzten Jahr habe wegen des langen Winters der Bau an vielen Stellen aber erst Monate später begonnen werden können.
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