Köln - Ermittlungen wegen ausgelaufener Chemikalien im Kölner Hafen

Ermittlungen wegen ausgelaufener Chemikalien im Kölner Hafen

Von: dpa
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Köln. Im vergangenen Jahr waren im Godorfer Hafen in Köln Chemikalien ausgelaufen, nun hat die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Es geht um den Verdacht der Gewässer- und Bodenverunreinigung. Das Verfahren richtet sich nach Angaben von Oberstaatsanwalt Günther Feld vom Montag gegen Verantwortliche der Firmen Häfen und Güterverkehr in Köln (HGK) und Basell Plyolefine in Wesseling. Der nordrhein-westfälische Landesvorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz (Bund), Paul Kröfges, hatte im Mai eine Strafanzeige gestellt.

2008 soll demnach die Verunreinigung aufgrund einer undichten Rohrleitung entstanden sein. Nach Angaben des Umweltverbands mussten damals 90 Tonnen verseuchtes Erdreich entsorgt werden.

Ein Gutachten habe nun ergeben, dass dies „mit einiger Sicherheit im Zusammenhang mit einem an gleicher Stelle bereits in 2005 festgestellten Leitungsschaden steht”. Diese Leitung sei womöglich nicht oder unzureichend repariert worden.

Sprecher der beiden beschuldigten Firmen wollten sich auf Anfrage zu dem Fall zunächst nicht äußern. Der Umweltverband Bund kämpft zusammen mit Bürgerinitiativen zurzeit auch gegen den geplanten Ausbau des Godorfer Hafens.

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