„Erlebniswelt Nürburgring”: Ermittlungen gegen Journalisten

Von: ddp
Letzte Aktualisierung:

Koblenz. Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat am Dienstag im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Finanzierung der „Erlebniswelt Nürburgring” die Wohnung und Geschäftsräume eines Journalisten durchsucht und dabei Computer und Festplatten beschlagnahmt.

Der Leitende Oberstaatsanwalt Horst Hund bestätigte am Mittwoch entsprechende Medienberichte. Gegen den 76-jährigen Herausgeber des Onlineportals „Motor-Kritik” werde wegen des Verdachts des Verrats von Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen sowie wegen Verstoßes gegen das Urheberrechtsgesetz ermittelt. Anlass seien Anzeigen der Nürburgring GmbH und einer Düsseldorfer Medienfirma.

Der Staatsanwaltschaft zufolge soll der Journalist Geschäftsunterlagen, die er von einem ehemaligen leitenden Mitarbeiter der Nürburgring GmbH erhalten habe, für seine journalistische Tätigkeit genutzt haben.

Außerdem soll er während einer Präsentation den Werbefilm einer Medienfirma mit einer Handykamera aufgezeichnet und diese Aufnahme später zwecks Ergänzung eines Artikels im Internet veröffentlicht haben.

Nach der ersten Durchsicht der beschlagnahmten Festplatten habe sich der Tatverdacht erhärtet, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der beschuldigte Journalist habe darüber hinaus den unerlaubten Mitschnitt des Werbefilms eingeräumt.

Für den Verrat von Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen und für die unerlaubte Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke sieht das Gesetz Haftstrafen bis zu drei Jahren oder Geldstrafen vor.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert