Aachen - Entwarnung nach Bombendrohung

Entwarnung nach Bombendrohung

Von: stm/ych
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banküberfall
Ein Banküberfall mit Bombendrohung hat am Mittwochabend zu weiträumigen Sperrungen in der Innenstadt gefügt. Foto: Jaspers

Aachen. Entwarnung nach einer Bombendrohung in Aachen: Die Dose mit Drähten, die nach einem Banküberfall gefunden wurde, war eine Attrappe. Die Polizei hatte aus Sicherheitsgründen am Mittwochmittag die Sandkaulstraße und die Alexanderstraße gesperrt.

Die Handwerkskammer und anliegende Gebäude waren evakuiert worden. Gegen 15.30 wurden die Straßen wieder freigegeben. Auslöser für den Bombenalarm war ein Banküberfall gegen 12.30 Uhr. Zwei Maskierte hatten die Aachener Bank an der Ecke Sandkaulstraße betreten und die Angestellten mit Waffen bedroht. Sie legten einen Zettel auf den Tisch mit der Forderung, Geld herauszugeben.

Bei der Übergabe gelang es den Angestellten, stillen Alarm auszulösen. Die beiden Täter, die etwa 30 und 50 Jahre alt sind, fesselten anschließend die Angestellten und warnten sie vor einer Bombe, die hochgehen würde, falls sie das Gebäude in den nächsten 30 Minuten verlassen würden. Das taten sie trotzdem, als vor dem Gebäude Polizei zu sehen war.

Die Täter konnten nach dem Überfall mit ihrer Beute flüchten. Derzeit läuft eine Großfahndung auch in Belgien und den Niederlanden. Spezialkräfte und ein Sprengstoffspürhund aus Essen durchsuchten das Gebäude und fanden die Dose, aus der Drähte herausragten. Sie hat sich allerdings als harmlos herausgestellt.

Die Angestellten der Bank stehen unter Schock und werden psychologisch und medizinisch betreut.

Banküberfall und Bombendrohung ereigneten sich nur wenige Straßen von den Auftaktfeierlichkeiten zum Karlspreis in Aachen. An den Polizeiabsperrungen fanden sich hunderte Schaulustige ein. Mancher Passant wollte nicht verstehen, warum er die Absperrung nicht passieren durfte. Die Polizisten mussten sich manch unfreundliches Wort anhören. Fatal war die Situation für die Geschäftsleute im „Sperrbezirk”. Sie waren etwa drei Stunden vom Kundenstrom abgeschnitten.

Die Täter sollen ihrer Sprache nach aus Osteuropa stammen. Über die Höhe der Beute kann noch keine Angaben gemacht werden.
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