Sporter des Jahres Freisteller Sportlerwahl Sportlergala Freisteller

Energieversorgung der Zukunft: Geräte nutzen preiswerten Strom

Von: dpa
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Aachener Wissenschaftler und Ingenieure arbeiten an einer Energieversorgung der neuen Generation, mit der Verbraucher Strom und Geld sparen können.

Das Projekt Smart Watts ist eins von bundesweit sechs Vorhaben, mit dem die Bundesregierung neue Ansätze zur Optimierung der Energieversorgung entwickelt und erprobt, teilte das Konsortium mit sechs Partnern am Mittwoch beim Auftakt in Aachen mit.

„Ein Kerngedanke ist es, der Kilowattstunde vom Erzeuger bis zum Verbraucher einen Beipackzettel mitzugeben”, sagte der Sprecher des Konsortiums, Reinhard Goethe. Darauf sind regionale Herkunft, Erzeugung und Preis ablesbar. Anbieter könnten sich so am Markt differenzieren. „Ein Windstromanbieter kann seinen Strom ab Hof anbieten”, sagte Goethe. Der Verbraucher könne seine Energie individuell zusammenstellen, abgestimmt auf Region und Erzeugungsart.

Das Projekt sieht vor, Erzeuger und Verbraucher durch ein „Energie-Internet” zu vernetzen, in dem Preis und Herkunft durchgängig ablesbar seien. Damit auch Elektrogeräte die Preisinformation verstehen, werden sie weiterentwickelt. Bei einem Projekttreffen im Mai werden dazu die Gerätehersteller eingebunden. Diese intelligenten Geräte springen dann an, wenn die Strompreise gerade günstig sind, weil viel Windenergie im Netz ist.

„Diese Informationen waren bisher auf der Ebene der Haushalte nicht verfügbar”, sagte Goethe. Eine Familie könne ihren Verbrauch an neuartigen intelligenten Stromzählern ablesen. Fachleute rechnen, dass der Verbraucher durch die Kontrolle bis zu zehn Prozent Energie spart. Die Partner gehen auch davon aus, dass durch diese neuartige Energieversorgung erneuerbare Energien besser integriert werden und der Verbrauch fossiler Energie zurückgeht. Das Aachener Projekt wird mit zehn Millionen Euro über vier Jahre gefördert.

Die Homepage wurde aktualisiert