Alsdorf - Endlich Geld fürs Energeticon

Endlich Geld fürs Energeticon

Von: Holger Bubel
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Die Energie-Geschichte der Region in Bildern: Das Energeticon schaut zurück und voraus. Foto: H. Bubel

Alsdorf. Das geplante Energeticon in Alsdorf erhält heute einen Bewilligungsbescheid über Fördermittel in Höhe von 3,5 Millionen Euro. Obschon das Museums- und Lernortprojekt seit 2002 existiert, werden dies die ersten öffentlichen Gelder sein, die das Energeticon erhält.

Harald Richter, Projektbeauftrater der Stadt Alsdorf, sagt: „Manches Mal habe ich selbst gedacht: Das gibt nie mehr was.”

2002 wurde das Projekt „Energeticon. Fachkompetenz Energie” begonnen. Warum erst jetzt, fast neun Jahre später, das dazu nötige Geld aus öffentlicher Hand fließt, um den Gebäuden, für deren Sanierung bereits 4,2 Millionen Euro bewilligt wurden, Leben einzuhauchen, dafür gibt es nach Ansicht Richters viele Gründe. Einen sieht er in der Teilnahme an der Euregionale 2008: „Dieses Qualifizierungs- und Auswahlverfahren war oft sehr ermüdend und hat uns zeitlich behindert. Zudem hat die Stadt Alsdorf einen Nothaushalt. Der Kommunalaufsicht muss jede Investition plausibel gemacht werden, freiwillige Ausgaben sind weitgehend verboten.

Aber auch von der Stadt sei das Projekt keineswegs optimal vorangetrieben worden, sagt Richter. So gebe es eine eigene Geschäftsstelle erst seit 2007. „Bis dahin haben wir das Energeticon-Projekt so nebenbei machen müssen.” Problematisch sei auch die Verständigung mit dem Bergbaumuseumsverein gewesen, der anfangs ganz andere Vorstellungen vertreten hatte von dem, was jetzt auf dem ehemaligen Gelände der Grube Anna entsehen soll. „Es mussten zunächst konzeptionelle Fragen geklärt werden”, sagt Richter.

Ein Kernteam macht sich jetzt an die Arbeit, das noch sehr theoretische Konzept in die Praxis zu führen. Auch eine neue gGmbH wurde gegründet, mit 50 Prozent der größte Gesellschafter ist der Landschaftverband Rheinland, aber auch Alsdorf (25 Prozent) sowie die Städteregion (zehn) und Kleingesellschafter wie die Kommunen Baesweiler, Herzogenrath, Stolberg, Eschweiler und Bergbaumuseums- und Energeticon-Verein (2,5) sitzen mit im Boot. „Wir starten jetzt ganz zügig in die Planungsphase: Bausanierung, die Herrichtung des Freiplatzes, die Ausstellungskonzeption - da kommt in den nächsten Monaten eine Menge Arbeit auf uns zu”, sagt Birgit Godehardt, Geschäftsführerin der gGmbH. Im letzten Quartal 2011 soll das Ausschreibungsverfahren für die Vergabe von Aufträgen gestartet werden. „Wenn alles planmäßig läuft, feiern wir 2013 die Eröffnung des Energeticons.”

Das „Museum, das nach vorne denkt” (Harald Richter) soll zum einen eine Plattform zum Informationsaustausch werden, etwa zwischen den Hochschulen in der Region und den Unternehmen. Doch auch die Vermitlung innovativer Technologien an den Endverbraucher sind ein Ziel.

Als außerschulischer Lernort möchte sich das Energeticon über die Region hinaus einen Namen machen: „Das Konzept verbindet die Bergbaugeschichte mit zukunftsweisenden Technologien anschaulich. Der Besucher soll physikalische und technische Grundlagen vermittelt bekommen”, sagt Harald Richter. Im Idealfall sollen dem Besucher zum Ende des Wissensparcours kompetente Fachinformationen durch eine Verbraucherberatung zu den jeweils neuesten Entwicklungen in den Bereichen Energie und Umweltschutz an die Hand gegeben werden, die sich für den privaten Bereich eignen.
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