Ein Meilenstein für das „ultimative Abenteuer Campus”

Von: Axel Borrenkott
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Forschung und Wirtschaft: Entwurf des Foto: TH

Aachen. Pünktlich zu Winterbeginn ist die RWTH am ersten harten Meilenstein auf dem Weg zur Zukunft der Region angekommen. Ein deutsch-niederländisches Konsortium investiert rund 21 Millionen Euro in die ersten Gebäude des Clusters Logistik auf dem Campus Melaten.

Bis Ende 2012 sollen hier 350 Mitarbeiter beschäftigt und 116 neue Arbeitsplätze geschaffen sein.

Zwar ist mit Bio-Medizintechnik bereits ein Cluster im Bau, doch wird dieses außerhalb des für alle anderen Cluster verbindlichen öffentlichen Auswahlverfahrens für die Investoren errichtet. Dieses Verfahren sowie das Vertragswerk zwischen RWTH, Geldgebern und Unternehmen ist offenbar außerordentlich aufwendig und für alle Partner Neuland. Damit wurde jedenfalls am Dienstag der um einige Wochen verzögerte Start des Logistik-Clusters begründet.

Das siegreiche Konsortium namens „ante4C” ist eine Kooperation der niederländischen CZP Investments BV, der deutschen Landmarken AG, Aachen, sowie des Architektenbüros Meyer & van Schooten, Amsterdam. In Aachen habe man keine Partner gefunden, die die Finanzierung hätte schultern können, „glücklicherweise aber in den Niederlanden”, erklärte Landmarken-Vorstand Norbert Hermanns.

Das vielgliedrige Gebäude von dem zunächst 8500 m2 genutzt werden können, ist naturgemäß funktional ganz auf die Erfordernisse des Logistik-Clusters ausgerichtet. Kern dieses Forschungsverbunds zwischen Instituten der RWTH, hauptsächlich das vom Cluster-Sprecher Volker Stich geleitete Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) sowie das WZL, und rund 20 Unternehmen, ist eine Demonstrationsfabrik, an der sämtliche für die Herstellung marktgängiger Produkte nötigen Schritte und ihr innovativer Wandel erforscht und erprobt werden können. Der prägnante Bau solle, so Hermanns, alle weiteren Investoren auf dem Campus reizen, diesen Standard zu übertreffen. „In 20 Jahren sollte es das schlechteste Gebäude sein”, scherzte Architekt Jeroen van Schooten.

Günter Schuh, Geschäftsführer der Campus GmbH wie des FIR und auch mit eigener Firma beteiligt, wirkte sichtlich gelöst, dass das „ultimative Abenteuer RWTH-Campus”, an diesem Meilenstein angelangt sei. „Ganz große” Worte fand Rektor Ernst Schmachtenberg: Die Politik könne gar nicht mehr alleine finanzieren, was die Wissensgesellschaft brauche. „Wir brauchen die Wachstumsinitiative der Wirtschaft. Die Wissenschaft muss sich stärker öffnen, um diese Ressourcen zu bekommen.” Dafür sei der Campus Aachen ein großartiges Beispiel.
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