Aachen - Eigentlich wollte Marcus Baumann immer Seeman werden

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Eigentlich wollte Marcus Baumann immer Seeman werden

Von: abt
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Aachen. Marcus Erich Maria Baumann ist definitiv ein Mann des Wassers und insoweit in Aachen am ziemlich falschen Ort. Dass es „hier nicht einmal einen Fluss gibt”, hat den gebürtigen Münsteraner (auch nicht gerade sehr wasserreich) aber nicht daran gehindert, im trockenen Westzipfel eine ziemliche Karriere hinzulegen, Umweltamtsleiter (von 1996 bis 2002) und nun sogar Rektor der Hochschule zu werden, an der er seit 2002 Professor ist.

Seemann, schon der Traum des Kindes, konnte Baumann nämlich nicht werden. „Mit 14 schon war, nachdem ich Brillenträger wurde, der Traum ausgeträumt.”

Aufgewachsen ist der - was auch sonst - Hobbysegler in Bremerhaven, wo er auch lange als Wissenschaftler am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung tätig war. Wenn schon nicht Seemann, dann Polarforscher. Für das dazu nötige Biologie-Studium hatte er in Kiel keinen Platz bekommen. Also Aachen, und das seit 1975.

„Aachen ist eine wunderschöne Stadt, mit einem angenehm gemütlichen Flair, die auch kulturell unglaublich viel bietet.” Das eine darf man ihm glauben, das andere seinem Bruder, der Profimusiker bei den Bremerhavener Philharmonikern ist und beurteilen könne, „was Aachens Generalmusikdirektor Marcus Bosch und sein Orchester Hervorragendes bieten”.

Sein Vornamensvetter spielt übrigens auch Klavier in der regional recht bekannten Oldtime-Jazzband Sun Lane Ltd., die angeblich in der Zeitung viel zu selten erwähnt wird. Außerdem fährt der Mann mit den stattlichen Körpermaßen und ebensolchem grauen Vollbart (weil ihm angeblich das Rasieren zu lästig ist) Motorrad, „eine schwere BMW”. Damit zockelt er zusammen mit seiner Frau Ursula gerne durch die ostbelgischen Hügelchen, von Hergenrath aus, wo die Familie Baumann mit zwei Kindern wohnt, gänzlich wasserfrei.

Ob ihn, auch bei seinen Studenten sehr beliebt („ich erkläre gerne”) und augenscheinlich ziemlich in sich ruhend, denn nichts auf die Palme bringen könne? „Doch, Rechtsextremisten. Da kann ich sogar cholerisch werden”, kommt es, wie aus der Pistole geschossen.

Zwölf Berufsjahre hat Marcus Baumann noch vor sich bis zur Pensionierung. Das wären genau zwei Amtszeiten. Ob er eine zweite denn anstrebt? „Das ist wirklich offen. Ich weiß nicht, ob ich das will. Und ich muss natürlich darauf gefasst sein, dass es einigen Leuten nicht passt, was ich machen werde.”

Es kann also recht spannend werden mit dem neuen Kapitän der FH Aachen.
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