Sing Kino Freisteller

Eifelverein gegen Verkauf von Staatswald

Von: dpa
Letzte Aktualisierung:

Düren. Der Eifelverein befürchtet durch den geplanten Verkauf von Staatswald in der Eifel Einschränkungen für Wanderer. Mit 30000 Mitgliedern ist der Verein einer der größten in Deutschland.

Mit dem geplanten Verkauf von 3000 Hektar Eifelwald im Kreis Euskirchen gefährde das Land NRW den freien Zugang in die Erholungs- und Wanderregion, stellte der Verein am Dienstag fest.

„Es ist eine Erfahrung, die wir an vielen Stellen gemacht haben, dass Privatwaldbesitzer die Wanderwege nicht mehr akzeptieren”, sagte der Hauptvorsitzende Hans Klein.

Der Eifelverein pflegt rund 9000 Kilometer Wanderwege. Auch die Kommunen legten mit viel Geld und Aufwand neue Wege an, um den Tourismus zu stärken. Der Waldverkauf wäre da kontraproduktiv, so der Verein.

Ein aktuelles Beispiel für die damit verbundenen Schwierigkeiten sei die gerichtliche Auseinandersetzung um ein Stück des neuen Fernwanderwegs Eifelsteig im Raum Trier. Ein Privatwaldbesitzer klage gegen die Streckenführung durch seinen Wald. Drei Naturschutzverbände und acht betroffene Eifelkommunen hatten sich gegen den Verkauf ausgesprochen.

Die Landesregierung will den Wald verkaufen, um den Haushalt zu konsolidieren. Die Schutz- und Erholungsfunktion werde vertraglich festgelegt, hatte das Umweltministerium versichert.

Die Homepage wurde aktualisiert