„e.GO Mover“: Aachen baut den Bus der Zukunft

Von: Angela Delonge
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Auf dem RWTH Campus geht es derzeit Schlag auf Schlag: Nach dem Stadtauto „e.GO Life“ kommt die e.GO mobile AG mit dem autonomen Kleinbus „e.GO Mover“ groß raus. Foto: Michael Jaspers
e.GO Mover
Der viereinhalb Meter lange Bus wurde am Donnerstag beim Aachener Werkzeugmaschinenkolloqiums vor rund 1000 Fachleuten aus Wirtschaft und Wissenschaft der Öffentlichkeit vorgestellt und absolvierte seine Jungfernfahrt. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Vom RWTH Aachen Campus rollt das nächste Auto der Zukunft: Der „e.GO Mover”, ein elektrobetriebener Kleinbus, der in der höchsten Automatisierungsstufe vollkommen autonom fahren können soll.

Der viereinhalb Meter lange und zweieinhalb Meter hohe Bus wurde am Donnerstagnachmittag vom Vorstandsvorsitzenden der Aachener e.GO Mobile AG, Prof. Günther Schuh, im Rahmen des zweitägigen Aachener Werkzeugmaschinenkolloqiums vor rund 1000 Fachleuten aus Wirtschaft und Wissenschaft der Öffentlichkeit vorgestellt und absolvierte seine Jungfernfahrt mit vier Personen plus Fahrer.

Das 150 Kilowatt starke, kompakte Antriebssystem des kleinen „Superbusses“, der laut Schuh „kürzer als ein Passat“ ist, kommt vom drittgrößten deutschen Autozulieferer ZF aus Friedrichshafen. „Diese neueste Antriebstechnologie ist das Herzstück der Künstlichen Intelligenz, die fürs autonome Fahren notwendig ist“, sagte Schuh.

Für das „Denken“ im „e.GO Mover” haben sich die Aachener den kalifornischen Chiphersteller Nvidia ins Boot geholt. Er liefert den Prozessor, der im Bereich autonomes Fahren zurzeit den Ton angibt. „Wir sind sehr stolz und fühlen uns geehrt, dass Nvidia und ZF sich für uns entschieden haben“, sagte Schuh. Für die Kooperation zwischen ZF und der e.GO Mobile AG wurde eigens die e.GO Moove GmbH gegründet.

„Wir waren einfach begeistert von der Geschwindigkeit, die die Aachener vorgelegt haben“, sagte Tomas Gollewski von der ZF-Entwicklungsabteilung. Die Entwicklung des „e.GO Mover“ dauerte nur ein Jahr. Beide Partner betonten, dass man mit dem „e.GO Mover“ die urbane Mobilität neu definieren wolle. Gedacht wird sowohl an Personenverkehr als auch an Transportaufgaben, wie zum Beispiel von Paketdiensten.

Der eckige „Superbus“ mit Platz für bis zu 15 Personen, der zurzeit noch so konzipiert ist, dass er von einem Sicherheitsfahrer gelenkt wird, soll ab Sommer 2018 verfügbar sein. Nach dem Stadtauto „e.GO Life“ ist dies die zweite Zukunftsentwicklung aus dem Hause der Aachener e.GO mobile AG , die 2015 von Schuh gegründet wurde.

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