Dutroux-Frau bleibt in Haft

Von: red
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Kommt nicht frei: Michelle Martin, Exfrau des Kindermörders Marc Dutroux. Foto: epa

Lüttich. Michelle Martin, die Ex-Frau von Kinderschänder Marc Dutroux, kommt nicht frei. Das hat ein Berufungsgericht in Mons am Donnerstag entschieden. Zuvor war im Mai einem Antrag von Martin auf vorzeitige Haftentlassung entsprochen worden.

Dafür waren jedoch strenge Vorschriften erlassen worden. Die Freilassung Martins scheiterte letztlich, weil sich ein Kloster in Frankreich, das Martin Obdach gewähren wollte, im letzten Moment wegen des großen Medienrummels gegen eine Aufnahme der Frau entschied. Diese Aufnahme war aber eine der Bedingungen für eine vorzeitige Haftentlassung.

Michelle Martin war 2004 der Freiheitsberaubung von Laetitia Delhez, Sabine Dardenne, An Marchal, Eefje Lambrecks, Melissa Russo und Julie Lejeune für schuldig befunden worden. Erschwerend kam hinzu, dass sie die beiden Letzteren verhungern ließ. Sie war zu 30 Jahren Haft verurteilt worden.

Im August 1996 war sie gemeinsam mit Dutroux verhaftet worden; die Untersuchungshaft wurde auf die Haftzeit angerechnet. So hat sie inzwischen 15 Jahre und damit die Hälfte ihrer Haftzeit im Gefängnis verbracht.

Einen neuen Antrag auf vorzeitige Haftentlassung könne Martin laut der Entscheidung frühestens im Mai 2012 stellen.

Der Fall hatte Belgien wegen der Grausamkeit von Dutroux und seiner Mittäter zutiefst erschüttert. Zudem wurden schwere Missstände in Polizei und Justiz aufgedeckt.
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