Köln - Durchsuchungen wegen Einsturz des Kölner Stadtarchivs

Durchsuchungen wegen Einsturz des Kölner Stadtarchivs

Von: dpa
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Bald ist es zwei Jahre her, dass das Kölner Stadtarchiv eingestürzt ist. Und noch immer ist kein Ende der Ermittlungen abzusehen. Wenigstens weiß die Staatsanwaltschaft jetzt: An geklauten Stahlbügeln hat es nicht gelegen. Foto: dpa

Köln. Zur Aufklärung des Stadtarchiv-Einsturzes hat die Kölner Staatsanwaltschaft am Mittwoch Büroräume der Baufirmen Brunnenbau Conrad und Bilfinger Berger durchsucht. Oberstaatsanwalt Günther Feld bestätigte einen entsprechenden Bericht des „Kölner Stadt-Anzeiger” (Donnerstagsausgabe). Feld konnte nicht sagen, in welcher Stadt die Büros durchsucht wurden.

Bei Brunnenbau Conrad gehe es um den Verdacht, dass vorgeschriebene Protokolle zum Fortgang der Arbeiten erst nachträglich erstellt und damit gefälscht worden seien. Aus der U-Bahn-Baustelle, die den Einsturz ausgelöst haben soll, waren vorher große Mengen Sand und Wasser abgepumpt worden.

Details zu Stahlbügeldiebstählen

Die Durchsuchungen bei Bilfinger Berger sollten nach Angaben von Feld Erkenntnisse zum Diebstahl von Stahlbügeln aus der Baugrube liefern. Die fehlenden Stahlbügel hatten mit dem Einsturz aber nichts zu tun, wie die Staatsanwaltschaft vor einiger Zeit festgestellt hat. Bei dem Einsturz am 3. März 2009 waren zwei Menschen ums Leben gekommen. Der Großteil der einzigartigen Archivbestände wurde beschädigt.

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