Washington/Düsseldorf - Düsseldorfer wird nicht hingerichtet

Düsseldorfer wird nicht hingerichtet

Von: dpa
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Washington/Düsseldorf. Ein wegen Mordes in den USA zum Tode verurteilter Düsseldorfer wird nun doch nicht hingerichtet.

Sein ebenfalls aus Düsseldorf stammender Bruder muss dagegen mit der Vollstreckung der Todesstrafe rechnen.

Ein Gericht im US-Bundesstaat Arizona habe den 49 Jahre alten Deutschen Rudi Apelt als „geistig zurückgeblieben” eingestuft und seine Verlegung aus dem Todestrakt angeordnet, berichtete die Zeitung „Arizona Republic” am Donnerstag. Der Hinrichtung seines jüngeren Bruders Michael (46) stehe hingegen nichts im Wege.

Die Brüder waren schuldig gesprochen worden, der Frau von Michael Apelt im Dezember 1988 kurz nach der Heirat die Kehle durchschnitten zu haben, um mehrere hunderttausend Dollar aus einer Lebensversicherung zu kassieren.

Rudi Apelts Strafe soll nun in eine lebenslange Haftstrafe mit einer Entlassung frühestens nach 25 Jahren umgewandelt werden. Deutsche Sachverständige hatten den 49-Jährigen schon vor Jahren als schwachsinnig und damit schuldunfähig eingestuft.

Bei ihm waren Hirnschäden diagnostiziert worden. Beide Brüder hatten mit Verweis auf eine Entscheidung des Obersten Gerichts der USA, wonach die Hinrichtung geistig Behinderter verboten ist, die Aufhebung ihrer Hinrichtungen beantragt.

Richterin Silvia Arellano verwies bei ihrer Entscheidung darauf, dass Michael Apelt zum Tatzeitpunkt gut genug Englisch gesprochen habe, um Autos zu kaufen, Immobilien zu mieten und eine Versicherung in einem fremden Land abzuschließen.

Dagegen habe sein Bruder Rudi schon als Kind Sonderschulen besucht, sei aus der Bundeswehr geworfen worden und sehr stark auf seinen Bruder fixiert gewesen.

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