Drama um vermisste Kinder: Taucher suchen in Teich

Von: Marc Heckert
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Die Experte arbeiteten mit einem Boot und Sonargeräten. Foto: Limburgreporter.nl
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Suche auf dem Fischteich: Die Chance, die verschwundenen Kinder noch in dem Gewässer zu finden, bezeichneten die Polizisten als null. Foto: Limburgreporter.nl
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Wo hat sich der Vater von Ruben und Julian vor seinem Tod aufgehalten? Die niederländische Polizei veröffentlichte eine Karte mit möglichen Fahrtrouten. Screenshot: zva
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Ob es sich bei dem Fund um Ruben und Julian handelt, konnte die Polizei vor der gerichtsmedizinischen Untersuchung noch nicht bestätigen. Foto: dpa

Maastricht/Aachen. Die Hoffnung schwindet: Bei der Suche nach den seit einer Woche vermissten niederländischen Brüdern Julian (7) und Ruben (9) konzentrierten sich die Fahnder am Montag auf einen Fischteich in der Nähe von Geulle am Flughafen Maastricht-Aachen. Erste Untersuchungen mit Sonargeräten brachten kein Ergebnis. Nun sollen Taucher eingesetzt werden.

Am Montagvormittag gegen neun Uhr hatten drei Experten der Polizei mit einem Boot und Sonargeräten die Suche nach den beiden Kindern aufgenommen, berichtet das Dagblad De Limburger auf seiner Webseite. Dahinter stecke ein anonymer Hinweis. Gefunden wurde bislang nichts. Lediglich zwei Stellen im Teich konnten nicht genauer abgesucht werden, berichtet der TV- und Radiosender L1. Zwei Taucher sollen diese Stellen nun untersuchen. Die Aussicht, die Jungen dort zu finden, bezeichneten die Ermittler demnach aber als „null“.

Noch am Samstag habe auf dem 200 mal 400 Meter großen Fischteich ein Angelwettbewerb stattgefunden. Dabei sei nichts Ungewöhnliches bemerkt worden.

Die fieberhafte Suche nach den beiden Kindern hält seit Tagen das ganze Land in Atem. Auch in Deutschland und besonders im Raum Aachen nehmen zahlreiche Menschen am Schicksal der Kinder teil. Ihr Vater, ein 38-jähriger Physiotherapeut, hatte die Jungen am Wochenende von ihrer Mutter abgeholt. Am Dienstag war der Mann erhängt in einem Waldstück in Doorn bei Utrecht gefunden worden, er hatte sich das Leben genommen.

Seitdem fehlt von den Kindern jede Spur. Kurz vor seinem Tod war der Wagen des Mannes im Südostzipfel des Landes - zwischen Sittard-Geleen und Maastricht - gesehen worden, unter anderem an einer Tankstelle bei Beek. Die Polizei wollte nicht ausschließen, dass er auf seiner Fahrt auch die Grenze nach Deutschland überquert und sich kurzzeitig im Raum Aachen aufgehalten hat. Die Niederländer baten auch die deutschen Behörden um Mithilfe. Von einer konkreten Spur in dieser Hinsicht ist aber noch nichts bekanntgeworden.

Mit Hilfe der GPS-Funktion des Handys des Vaters konnte die Polizei die Wege des Vaters quer durch die Niederlande und wieder zurück mittlerweile in Teilen nachvollziehen. Die Ermittler stellten mögliche Routen auf einer Internetseite zur Ansicht bereit. Sie riefen Bevölkerung und Firmen dazu auf, Fotos und Aufnahmen von Überwachungskameras hochzuladen, die den silbernen Hyundai Getz des Vaters möglicherweise zeigen.

An der großangelegten Suchaktion hatten sich am Wochenende auch Hunderte von Freiwilligen beteiligt. Die Helfer durchsuchten unter anderem das Waldgebiet Doornse Gat bei Utrecht, wo die Leiche des Mannes gefunden worden war.

 

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