Köln - „Doktormacher” verliert seinen Doktortitel

„Doktormacher” verliert seinen Doktortitel

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Köln. Nach der bundesweiten Doktortitel-Affäre hat einer der beiden „Doktormacher” von Bergisch Gladbach seinen eigenen Doktortitel verloren.

Das Kölner Verwaltungsgericht stimmte dem Entzug des Titels am Donnerstag zu. Der Ex-Geschäftsführer des insolventen „Instituts für Wissenschaftsberatung” war wegen Bestechung zu dreieinhalb Jahren Haft und 75.000 Euro Geldstrafe verurteilt worden, weil er einen Jura-Professor im Zusammenhang mit der Vermittlung von Promotionen bestochen hatte.

Die Uni Bonn entzog dem Geschäftsführer daraufhin den von ihr verliehenen Doktortitel. Dagegen war der Mann vor das Verwaltungsgericht Köln gezogen - und scheiterte nun mit seinem Versuch, seinen „Dr.” zurückzubekommen. Die Voraussetzungen für den Entzug hätten nach der Promotionsordnung vorgelegen, befand das Gericht. Wegen des besonderen Wissenschaftsbezuges der Straftaten des Klägers sei der Doktortitel zu Recht entzogen worden (Az.: 6 K 3445/10).

Nach einer Razzia in den Institutsräumen in Bergisch Gladbach 2007 hatte sich das bundesweite Ausmaß der Affäre gezeigt. Rund 100 Professoren gerieten ins Visier der Justiz. Ein Jura-Professor aus Hannover, der mit dem Institut zusammengearbeitet hatte, wurde zu drei Jahren Haft wegen Bestechlichkeit verurteilt. Der Jurist kassierte nicht nur Geld, einer Studentin verhalf er gegen Sex zu guten Noten und einem Job am Lehrstuhl.

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