Aachen - Die Vision heißt „Eurafrika”

Die Vision heißt „Eurafrika”

Von: Stephan Vallata
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Ein Mann mit Visionen: Andrea Riccardi auf dem Aachener Katschhof. Foto: Harald Krömer

Aachen. Wenn es nach Altbundeskanzler Helmut Schmidt ginge, dann müsste der designierte Karlspreisträger Andrea Riccardi dringend mal zum Arzt gehen. Er hat nämlich eine Vision. Und wer Visionen hat, wird Schmidt gerne und häufig zitiert, der solle am besten medizinischen Beistand in Anspruch nehmen. Riccardi wird das aller Wahrscheinlichkeit nach anders sehen.

Seine Vision trägt den schönen Namen „Eurafrika”. Sie soll zum Ausdruck bringen, dass Europa und Afrika eine Schicksalsgemeinschaft bilden. Dies gelte für die Vergangenheit, die Gegenwart und vor allem für die Zukunft.

Am Mittwoch sprach der Gründer der katholischen Laiengemeinschaft Sant„Egidio nach seiner Ankunft in Aachen vor Studenten der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule, am Donnerstag nimmt er im Krönungssaal des Rathauses den Karlspreis entgegen. Riccardis Appell an die Menschlichkeit und ein friedliches Miteinander geriet leidenschaftlich und offenbarte sein ungewöhnliches Talent, ernsthafte Themen mit humorvollen, aber nicht respektlosen Seitenhieben aufzubereiten.

Der 59-jährige Historiker sprach sich für mehr Solidarität mit dem afrikanischen Kontinent aus: „Wir werden keine Zukunft haben, wenn wir uns wie in einer Festung einschließen.”
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