Die verrückteste Taxifahrt des Jahres: Jetzt spricht der Gast

Von: red/dpa/pol
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Taxi Symbol Symbolfoto: Felix Hörhager/dpa
Nachdem der Taxifahrer seinen Fahrgast angezeigt hatte, drehte der Gast den Spieß nun um. Symbolfoto: Felix Hörhager/dpa

Euskirchen. Neue Wendung im Fall der angeblich 18.000 Euro teuren Taxireise von Monte Carlo über Bad Münstereifel bis nach Mexiko: Der Fahrgast, der einen Wiener Taxifahrer um 18.000 Euro geprellt haben soll, hat seinerseits Strafanzeige gegen den Fahrer erstattet. Ein Polizeisprecher sagte am Montag in Euskirchen. „Er stellt diesen Fall ganz anders dar. Dem gehen wir jetzt auch nach.”

Dem Fahrgast zufolge, der der Kreispolizeibehörde Euskirchen eine Mail schrieb, habe der Chauffeur nämlich in seiner Schuld gestanden. Der Fahrgast stellte sich in einem Schreiben an die „Bild”-Zeitung, das inhaltlich seiner Strafanzeige entsprechen soll, als 40-jähriger Unternehmer aus den USA vor.

Er hat nach seinen Worten den Taxifahrer 2015 in Panama als Chauffeur und „Mädchen für alles” beschäftigt. Doch dann sei aus seinem Penthouse in Panama unter anderem eine Hermès-Handtasche im Wert von 45.000 Euro verschwunden.

Er habe den Chauffeur daraufhin fristlos entlassen. Die spätere Fahrt quer durch Europa sei eine Art Wiedergutmachung gewesen. Das Fahrzeug habe der Fahrer dabei als sein eigenes ausgegeben: „Zu keinem Zeitpunkt war mir klar, dass es sich um ein Taxi handelte.” In seiner Mail erstattete der Mann Anzeige wegen falscher Verdächtigung gegen den Taxifahrer.

Zuerst hatte der Taxifahrer in der Eifel gegen seinen Fahrgast Anzeige erstattet: Er habe einen ihm gut bekannten Mann in Monaco abgeholt, dann habe er ihn tagelang über Nizza nach Brüssel und London, von dort in die Slowakei und über die Eifel wieder zurück nach London gefahren.

Als der Fahrgast die Kosten von 18.000 Euro nicht bezahlen konnte, habe er ihn sogar auf einem Flug nach Mexiko begleitet, gab der Taxifahrer bei der Polizei an. Dort liege das Geld bei einer Bank, habe sein Fahrgast beteuert. In Mexiko soll der Fahrgast dann aber verschwunden sein.

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