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Die Kälte gefährdet den „Blitz-Marathon”

Von: Johannes Nitschmann
Letzte Aktualisierung:
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Der von der Polizei für Freitag und Samstag angekündigte 24-stündige „Blitz-Marathon” gegen Temposünder auf nordrhein-westfälischen Straßen ist wegen der eisigen Temperaturen offenbar gefährdet. Foto: dpa

Düsseldorf. Der von der Polizei für Freitag und Samstag angekündigte 24-stündige „Blitz-Marathon” gegen Temposünder auf nordrhein-westfälischen Straßen ist wegen der eisigen Temperaturen offenbar gefährdet.

In einem am Mittwoch in Düsseldorf bekanntgewordenen Schreiben an die Kreispolizeibehörden weist das „Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste” darauf hin, dass ein Einsatz der Lasermessgeräte „laut Gebrauchsanweisung nur bis minus 10 Grad Celsius in Frage kommt”.

Weiter heißt es in dem Schreiben, das den „Nachrichten” vorliegt, wörtlich: „Bei Temperaturen unter null Grad Celsius mit fallender Tendenz kann zudem die Akku-Leistung absinken.” Deshalb werden die Kreispolizeibehörden aufgefordert, „ihre vorgeplanten Einsatzorte und -zeiten entsprechend zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen”.

Noch Anfang dieser Woche hatte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) jedoch zugesichert, dass die landesweit 1400 Kontrollpunkte frühzeitig über die Medien bekanntgegeben würden, da die Polizei „niemanden in die Radarfalle locken” wolle.

„PR-Gag wichtiger als die Sache”

Das Innenministerium erklärte am Donnerstag auf Anfrage, der „Blitz-Marathon” werde ungeachtet des frostigen Winterwetters „ganz normal durchgeführt”. Falls Radargeräte wegen der niedrigen Temperaturen ausfallen sollten, sei es den Kreispolizeibehörden freigestellt, ihre Kontrollpunkte „örtlich anzupassen” oder auch aufzugeben und die Aktion bei besserem Wetter zu wiederholen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Die Genauigkeit der Laserradargeräte leide durch die eisigen Temperaturen nicht. Zudem gebe es bei der Polizei inzwischen etliche Messgeräte, „die auch bei unter zehn Grad funktionieren”.

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Peter Biesenbach, erklärte, der „Blitz-Marathon” in NRW entpuppe sich „als eine Luftnummer” von Innenminister Jäger. Dieser Vorgang zeige, dass dem SPD-Politiker „ein PR-Gag wichtiger als die Sache” sei und es ihm alleine um Schlagzeilen gehe. „Der Jäger 90 muss enteist werden”, verlangte Biesenbach.
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