Aachen - Der fantastische Traumtanz rund um den Erdball

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Der fantastische Traumtanz rund um den Erdball

Von: Mischa Wyboris
Letzte Aktualisierung:

Aachen. „Wenn nicht jetzt, wann dann?” Als die Höhner diese Frage bei der Handball-WM in Deutschland 2007 zum ersten Mal stellten, kam die Antwort prompt: Die Höhner sangen, die Handballer siegten. Drei Jahre nach dem Titel-Song zur Sportsensation ist die Euphorie um den WM-Coup der Deutschen längst verflogen.

Trotzdem: „Wenn nicht jetzt, wann dann?”, fragen die Höhner heute noch mal, denn es steht wieder Großes an - wenngleich von anderem sportlichen Stellenwert. Die Antwort diesmal: vom 5. bis 20. Juni, um genau zu sein. In dieser Zeit nämlich zieht es die Kölsche Kult-Kapelle vom Studio ins Zirkuszelt auf den Bendplatz nach Aachen.

„Salto Globale” nennt sich das neue Programm der zehnten „Höhner Rockin´ Roncalli Show”, das seine Schatten weit vorauswirft. Akkorde und Akrobaten, Melodien in der Manege - das muss kein Drahtseilakt werden, weiß Bernhard Paul, Chef des Kölner Kult-Circus Roncalli: „Zirkus und Musik gehören zusammen wie Feuer und Wasser, Erde und Luft.”

Elementare Manegen-Mathematik sozusagen. Und so fliegen zu den Songs der Höhner schneeweiße Krähen und eine feuerrote Diva durch die Lüfte, singen Seehunde witzige Wasser-Weisen, fauchen Feuerschlucker furiose Flammen, turnen Terra-Tänzer auf dem Boden der Tatsachen. Und mittendrin „Mr. Lo”, der König der klassischen Kunst des Papierreißens. Nach seiner Tanzausbildung war der gebürtige Kalifornier Lorenzo Torres erst an zahlreichen Theatern als Tänzer und Choreograph engagiert. Seit 1995 bezaubert er als Papierkünstler, der seine Kostüme und Requisiten mit großem Zeit(ungs)aufwand produziert. 1986, da war „Mr. Lo” noch der „Schlangenmensch”, doch das Verbiegen überlässt er lieber „Sasha The Frog”.

Alles andere als Qua(r)k: Wenn Oleksandr Yenivatov zeigt, was Flexibilität wirklich bedeutet, beginnen Betrachter zu zweifeln, ob der forsche Frosch je Knochen kannte. Teufelswerk? Das weiß nur Tony Frebourg, dessen Diabolo-Darbietung selbst den Herrscher der Unterwelt höllisch alt aussehen lässt. Der junge Franzose aus der Normandie verbindet Jonglage mit spektakulärer Bodenakrobatik.

Die Erde ist nicht das Element der „Furia”. „Wir hebeln die Gesetze der Schwerkraft aus”, verspricht Direktor Paul deshalb mit Blick auf das Solotrapez, schwindelerregende Wahlheimat der Russin Marina Borzova. Russisches Gleichgewichtsroulette spielen auch die Rokashkovs - am quadratischen Reck. Sergey und seine Frau Natalia waren beide schon Sieger der „International Masters of Sports”; heute jagen sie mit zwei weiteren Gymnastik-Virtuosen ganz neue „Reck-orde”.

Auch Natalia Motolygina gibt sich die Kugel. Gefangen in einer gläsernen „Blase”, sucht sich die Akrobatin ihren Weg vom Zeltdach hinunter zurück auf die Erde - wo sich der Russische Barren von „The White Crow” befindet. Dort hat Carole Demers, die kanadische Frontfrau des internationalen Turnertrios, als erste Artistin drei verschiedene Dreifach-Salti in die Luft gezaubert.

Die Welt der „Aurélie” liegt indes weiter unten. Die Französin bleibt boden(hand)ständig und überlässt das Fliegen ihrer Taube Celeste. Von solch himmlischen Höhen halten die Seelöwen der „Duss Family” naturgemäß nicht viel. Ihnen liegt erstaunlicherweise eher das Singen und Jonglieren. Darüber würde Jonathan Baker nur laut lachen - wenn er denn könnte. Der Pantomime „Donimo” hat vor mehr als einem Vierteljahrhundert sein Schweigegelübde abgelegt und sich der stillen Komik verschrieben. Laute Reaktionen auf leise Aktionen überlässt er dem Publikum. Der „Donimo-Effekt”.

Wer nicht aufpasst, versinkt im Traumreich. Wer aufpasst, sowieso. „I´m a part of it” („Ich bin ein Teil dieser Welt”), verleihen die Höhner dem traumhaften Treiben ein musikalisches Gesicht. Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die man nicht erklären kann. Es genügt, sie gesehen zu haben.

Karten für die „Höhner Rockin´ Roncalli Show” gibt es in allen Servicestellen unserer Zeitung und über die Hotline 0180/5999620 (rund um die Uhr 14 Cent je angefangener Minute; abweichende Preise für die Anrufe aus dem Mobilfunknetz möglich). Die Showzeiten sind mittwochs bis samstags um 19.30 Uhr sowie sonntags um 19 Uhr. Familienshows gibt es samstags (14.30 Uhr) und sonntags (14 Uhr). Premiere ist am Samstag, 5. Juni, um 19.30 Uhr. Der Eintritt zu sämtlichen Shows kostet zwischen 19 und 58 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr.

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