Aachen - Das war nichts: Aachener Rathaus wird vorerst nicht Weltkulturerbe

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Das war nichts: Aachener Rathaus wird vorerst nicht Weltkulturerbe

Von: wb
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Aachen/Wochenmarkt/Rathaus
Das Aachener Rathaus wird voraussichtlich nicht in die Liste der Weltkulturerbe-Denkmäler aufgenommen. Foto: Harald Krömer

Aachen. Fürs Erste geplatzt sind wohl die Aachener Träume, neben dem Dom auch das Aachener Rathaus ins Weltkulturerbe der Unesco aufnehmen zu lassen. Das geht aus den Beschlussvorlagen für eine Sitzung des Welterbekomitees im spanischen Sevilla hervor.

Das Land Nordrhein-Westfalen hatte in Abstimmung mit der Stadt und dem Domkapitel Ende vergangenen Jahres den Antrag gestellt, den „Dom mit der karolingischen Pfalzanlage” auf die Erbe-Liste zu setzen.

Als „geringfügige Erweiterung” sollte das Vorhaben verstanden werden, denn ein neuer Antrag eigens für das Aachener Rathaus hätte ein neues Verfahren in Gang gesetzt.

Was gehört alles zum Dom?

Das ist mit einigem Aufwand verbunden und kostet vor allem viel Zeit. Um eine über Jahre laufende Anerkennungsprozedur abzukürzen, hatten die Aachener auf ein seit rund 30 Jahren bestehendes Manko verwiesen: Als der Dom 1978 als erstes deutsches Denkmal in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes aufgenommen wurde, hatte man nicht genau definiert, was denn alles zum Aachener Dom gehört.

Der hat schließlich noch einen ansehnlichen Kapellenkranz, verschiedene Annexe, und eigentlich ist die alte Pfalzanlage vom Gotteshaus kaum richtig zu trennen.

Deshalb ist es aus Aachener Sicht nur logisch, den gesamten Bereich unter das schützende des Weltkulturerbes zu bugsieren, eben auch das Gebiet einer mittelalterlichen Querverbindung zum gegenüber liegenden Rathaus mit seinem karolingischen Granusturm.

Vier Jahre Arbeit investiert

In der Vorlage für das Komitee stehe nun, dass es sich nicht mehr um eine „geringfügige” Erweiterung handele, erklärte Aachens Oberbürgermeister Jürgen Linden am Sonntag auf Anfrage. Darin sieht er - trotz aller Enttäuschung -Êaber auch einen neuen Ansatzpunkt. Die Stadt will nun versuchen, den Antrag von der Tagesordnung streichen zu lassen und noch einmal zu hinterfragen, was unter Geringfügigkeit genau zu verstehen ist.

„Unser Antrag wird jetzt eventuell überarbeitet”, sagt Linden. Schließlich hat das Vorhaben bislang schon einige Mühe gekostet. Wichtige Vorarbeiten, zu denen neben einer exakten Vermessung auch die Anpassung der Denkmalschutzsatzung gehört, sind schon erledigt. „Wir haben bereits vier Jahre Arbeit in die Sache investiert”, so der Aachener Oberbürgermeister.
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