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Das Kapital der DG

Von: val
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Eupen. Die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens will agieren, statt nur zu reagieren. Sie weiß, dass es in den nächsten Jahrzehnten darauf ankommen wird, ihre Stärken zu profilieren und an ihren Schwächen zu arbeiten, um als überschaubare Region mit überschaubarer Bevölkerung langfristig überleben zu können.

Aus diesem Grund hat das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) in den vergangenen neun Monaten an einem regionalen Entwicklungskonzept gearbeitet.

Die Ergebnisse dieser Untersuchung wurden der Öffentlichkeit jetzt in einem Abschlussforum vorgestellt. Die Frage, wohin die DG „am Ende des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhundert steuert”, konnte auch Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz nicht so ganz genau beantworten. Zumindest aber konnte er sagen: „Eines ist sicher: Es handelt sich um eine außerordentlich wichtige Frage für die Zukunft der DG.”

Es müsse nun darum gehen, einerseits den erarbeiteten Maßnahmenkatalog in die Tat umzusetzen und andererseits die „strategische Positionierung” der Gemeinschaft zu verfolgen. Der zeitliche Rahmen reiche bis ins Jahr 2025.

Auf der Habenseite verbuchen die mit der Ausarbeitung des regionalen Entwicklungskonzeptes beauftragten Beraterfirmen Futour aus München und Aixplan aus Aachen einen „breiten und ausgewogenen Branchenmix”, „attraktive Industriezonen” und eine niedrige Arbeitslosenquote. Aufgebaut werden müssten hingegen „starke Netzwerke”, von denen gerade „kleinstrukturierte” Betriebe profitieren würden.

Akuter Lehrermangel

Die Mehrsprachigkeit der Einwohner sei ein Kapital der Deutschsprachigen Gemeinschaft, etwa für Kontakte ins benachbarte Ausland, die Abwanderung von Einwohnern andererseits aber auch eine Tatsache. Das Bildungssystem verzeichne zwar gute Ergebnisse, allerdings sei es zu wenig durchlässig, zudem herrsche Lehrermangel. Hier gebe es akuten Verbesserungsbedarf.

Das regionale Entwicklungskonzept soll Mitte Mai als Broschüre veröffentlicht werden. Seit der Auftaktveranstaltung im Mai 2008 haben sich über 300 Menschen in Gesprächen und themenbezogenen Foren an dem Prozess beteiligt.
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