CHIO 2015? Präsident winkt beim Soerser Brunch ab

Von: Wolfgang Schumacher
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Längst gute Tradition: Auch in diesem Jahr lud der Zeitungsverlag Aachen (ZVA) zum Soerser Brunch. ZVA-Geschäftsführer Andreas Müller (links) und Chefredakteur Bernd Mathieu (rechts) freuten sich über den Besuch von Carl Meulenbergh, Präsident des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV). Foto: Harald Krömer

Aachen. Was wäre der Geländetag auf dem CHIO ohne die gute Nahrungs-Grundlage, die man beim Soerser Brunch des Zeitungsverlages erwerben kann? Einfach nichts, sagten sich wieder etwa 700 Gäste, die im wundervollen Ambiente des Schützenheims in dem weißen Langzelt am Ausgang der Wiese einen trockenen Platz und das breitgefächerte Brunch-Angebot fanden.

Denn, Hand aufs Herz, dort musste man sich zunächst unterstellen, da noch am Morgen dieses Samstages triste, dunkle Wolken über den Vielseitigkeits-Parcours zogen, genau zu der Zeit, als sich Doppel-Olympiasieger Michael Jung mit einem seiner Pferde, dem temperamentvollen Wallach mit dem prätentiösen Namen „Halunke“, ins Geläuf aufmachte. Jung wollte, wie er später auf der Bühne im Medienzentrum des Zeitungsverlags preisgab, unbedingt den Sieg, verschätzte sich aber beim Anritt auf ein einziges Hindernis. Das kostet bei der großen Konkurrenz auf dem Aachener CHIO bei jeder Disziplin den Sieg.

Am Mittag kurz vor dem Start der Marathonfahrt der Vierspänner drängten sich die Gäste, unter ihnen Sponsoren wie gleichermaßen Persönlichkeiten aus dem Gesellschaftsleben, dann doch um die blau und gelb mit Zeitungsfaksimiles bespannten Liegestühle, die Sonne begann, sich langsam durchzukämpfen. Sofort machten die Führungen von der Basis „Schützenheim“ aus zu den Hindernissen erst recht großen Spaß.

ALRV-Präsident Carl Meulenbergh versicherte im Talk mit Bernd Mathieu, Chefredakteur unserer Zeitung, dass es im Reit-EM-Jahr 2015 nun doch keinen CHIO geben werde – es hatte anderslautende Spekulationen gegeben. „Es gibt dann keinen offiziellen CHIO“, antwortete Meulenbergh auf die Frage von Mathieu, wobei das Wort „offiziell“ natürlich die Hintertüre zu einem abgespeckten „Concours Hippique“ in der Soers offenlässt. So war zu hören, dass man doch über die Austragung eines einzelnen „Großen Preises von Aachen“ im Jahr 2015 nachdenke.

Weiteres Kernthema im Gespräch mit dem Präsidenten, das auf der Terrasse neben dem Schützenheim geführt wurde, war der trotz der diesjährigen Erweiterungen unverändert fortbestehende Platzhunger des weltbesten Reitturniers. „Besonders im Stallbereich“, erklärte Meulenbergh, „haben wir nach wie vor zu wenig Platz.“ Die Stadt habe in diesem Jahr bereits sehr geholfen, bedankte sich der Präsident. Doch es müsse weitergehen.

Mit einer ersten großen Tat wird direkt im Anschluss an den CHIO begonnen. Ab sofort wird eine neue stylische Tribüne in das Rund des Dressurstadions gebaut, dort sollen etwa 1500 Plätze zusätzlich entstehen. Zum „großen Sport“ bekundete Meulenbergh, beim Nationenpreis habe der deutschen Equipe „immer nur ein Klotz gefehlt“, zum Gesamtsieg, meinte er damit. Das lasse für die EM im August in Dänemark hoffen, das Team um Beerbaum sei auf einem guten Weg. Das ist das Weltfest des Pferdesports in der Soers allemal.

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