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Chef der Kardiologie geht nach Düsseldorf

Von: Claudia Schweda
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Wechselt vom Aachener Uniklinikum ans Düsseldorfer: Professor Malte Helm. Foto: uka

Aachen. Der Kardiologe Professor Malte Kelm wird das Uniklinikum Aachen (UKA) verlassen. Er folge zum 1. April einem Ruf an die Uniklinik Düsseldorf, sagte der 48-Jährige gegenüber unserer Zeitung. Grund dafür sind vor allem wissenschaftliche Arbeitsbedingungen.

Kelm leitet seit Dezember 2005 in Aachen die Medizinische Klinik I für Kardiologie, Pneumologie und Angiologie. An ihr werden unter anderem modernste Formen der Herzkathetereingriffe angewandt. Dazu gehört etwa seit 2008 in Kooperation mit Herzchirurgen das Einsetzen künstlicher Herzklappen, die lediglich durch einen Katheter über die Leiste eingeführt werden.

Aachen „bedauert” Weggang

„Der Vorstand des UKA bedauert, dass ein angesehener Kardiologe sich für eine andere Wirkungsstätte entschieden hat. Aber Wandel gehört in einem akademischen Umfeld zur Normalität”, sagte Uniklinikums-Vorstandschef Henning Saß. Kelm selbst macht dagegen deutlich, dass sein Wechsel geprägt sei durch die wissenschaftlichen Arbeitsbedingungen.

„Düsseldorf ist ein exzellenter Wissenschaftsstandort für die Herz-Kreislaufforschung”, sagte er. In Aachen sei die Zusammenarbeit mit den ingenieurwissenschaftlichen Instituten exzellent. In dieser Frage habe die RWTH „eine Top-Struktur”. Was aber die kardiovaskuläre Forschung angehe, finde er in Düsseldorf bessere Bedingungen als in Aachen vor.

Mitarbeiter Kelms am Uniklinikum berichten gegenüber unserer Zeitung von Dissonanzen im Haus etwa wegen mangelnder Laborplätze. Kelm selbst möchte „zum Schutz der Wissenschaftler” keine Details nennen. Nur soviel: „Das Gesamtpaket muss in sich stimmig sein.”

Zur notwendigen Umorganisation an der Medizinischen Klinik I sagte Vorstandschef Saß: „Die Kardiologie hat seit jeher eine wichtige Rolle am UKA gespielt, etwa unter den Professoren Hanrath und Effert. Sie wird dies auch weiterhin tun.” Die Nachfolge Kelms solle so zeitnah wie möglich auf den Weg gebracht werden. „In der Zwischenzeit werden wir in Absprache mit Professor Kelm einen funktionierenden Betrieb sicherstellen.”

Kelm ist überzeugt, dass „die gute Mannschaft und die funktionierenden Strukturen” an der Klinik einen geordneten Übergang zu einem Nachfolger sicherstellen. Gerüchten, er würde mehr als die Hälfte des ärztlichen Personals mit nach Düsseldorf nehmen und damit die Kardiologie in Aachen handlungsunfähig zurücklassen, widerspricht er vehement: „Das entbehrt jeglicher Grundlage.”
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