Düsseldorf/Mönchengladbach - CDU will Auskunft über umstrittene Islamschule

CDU will Auskunft über umstrittene Islamschule

Von: dpa
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Düsseldorf/Mönchengladbach. Die CDU fordert von der nordrhein- westfälischen Landesregierung Auskunft über den angekündigten Umzug einer Islamschule aus Niedersachsen nach Mönchengladbach.

Fraktionsvize Norbert Post kritisierte am Donnerstag, dass sich Integrationsminister Guntram Schneider (SPD) bisher nicht zu der Angelegenheit geäußert habe. Mit seinem Wegducken befördere Schneider die Ängste der Bürger. Post hat eine kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt.

Die Staatssekretärin im Integrationsministerium, Zülfiye Kaykin, wies die Kritik zurück. „Wir ducken uns keineswegs weg”, sagte sie. Beim Verein „Einladung zum Paradies” handele es sich um eine extremistische Gruppierung. „Damit ist dies Sache des Verfassungsschutzes und der Polizei.” Das Innenministerium befasse sich bereits intensiv mit dem Fall. Kaykin warnte davor, Panik zu schüren, die sich insgesamt gegen den Islam richte.

Der niedersächsische Verfassungsschutz hatte mitgeteilt, dass die unter Beobachtung stehende Islamschule aus Braunschweig plane, nach Mönchengladbach zu ziehen. Sie gehört dem Salafisten Mohammed Ciftci. Der Salafismus gilt als eine islamistische Strömung, die die Anwendung von Gewalt nicht grundsätzlich ablehnt. Die Stadt Mönchengladbach hatte in der vergangenen Woche Bauarbeiten auf dem 1000 Quadratmeter großen Gelände gestoppt.

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