Bußgelder: So viel müssen Sünder zahlen

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Wer mit 69 km/h in einem Wohngebiet mit Tempo 50 geblitzt wird, darf 140 Euro (50 + 90 Euro) bezahlen, Foto: imago/Manngold

Region. Bußgelder für Tempoüberschreitungen bis zu zehn km/h in Wohngebieten beginnen in Belgien bei 50 Euro. Ist man elf bis 30 km/h zu schnell, kommen zu den 50 Euro für jeden Kilometer jenseits der 60 km/h weitere zehn Euro hinzu.

Wer also mit 69 km/h in einem Wohngebiet mit Tempo 50 geblitzt wird, darf 140 Euro (50 + 90 Euro) bezahlen, sagt Johnie Nijs von der Polizei Lanaken-Maasmechelen. Alkohol am Steuer kostet mindestens 140 Euro Strafe.

Wer ohne Parkticket oder -scheibe sein Auto in einer entsprechend gekennzeichneten Zone abstellt, ist mit einem Betrag dabei, der deutlich über den deutschen Tarifen liegt. Die Beträge schwanken von Stadt zu Stadt, da die Knöllchen meist von privaten Firmen verteilt werden, die einen Teil der Einnahmen an die Kommune abführen. Astronomisch ist in Belgien die Strafe für das Nichtmitführen einer Warnweste. Hier werden 1375 Euro fällig. Ausländer mit Handy am Ohr, ohne Sicherheitsgurt oder nach Überfahren einer roten Ampel müssen die Geldbuße an Ort und Stelle entrichten,

Wer das mangels Bargeld oder EC-Karte nicht kann, der ist erst mal sein Auto los. Wird die Buße nach maximal 96 Stunden beglichen, bekommt der Fahrer oder Halter sein Auto zurück. Falls nicht, landet die Angelegenheit beim Staatsanwalt und das Fahrzeug wird beschlagnahmt.

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