Düsseldorf - BUND fordert Überprüfung der Braunkohlepläne im Rheinland

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BUND fordert Überprüfung der Braunkohlepläne im Rheinland

Von: ddp
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Düsseldorf. BUND fordert die Überprüfung sämtlicher Braunkohlepläne im Land. Nach dem verheerenden Erdrutsch in Nachterstedt in Sachsen-Anhalt müssten in Nordrhein-Westfalen planungsrechtliche Konsequenzen gezogen werden, sagte der Geschäftsleiter des BUND-Landesverbandes Dirk Jansen am Mittwoch in Düsseldorf.

Die Pläne für Garzweiler II, Inden II und Hambach gehörten daher auf den Prüfstand. Die bisherigen Regelungen seien unzureichend, kritisierte der BUND-Energieexperte. So sei beispielsweise für den Braunkohletagebau Garzweiler II definiert, dass Veränderungen der Geländeoberfläche außerhalb der Sicherheitslinie nur „soweit vorhersehbar” ausgeschlossen werden müssten.

Der BUND fordere eine wesentliche Vergrößerung der Sicherheitszonen um den Tagebau, sagte Jansen. Nur so könnte ein ausreichender Sicherheitspuffer zu den Siedlungen geschaffen werden. Auch soll nach dem Willen der Umweltschützer das Auffüllen von Tagebau-Restlöchern verbindlich vorgeschrieben werden. Der im Braunkohleplan Inden II angestrebte Restsee müsse gestoppt werden.

Jansen kritisierte das Energieministerium und den Tagebau-Betreiber RWE. „Wer ähnliche Erdrutsche im Rheinischen Braunkohlerevier definitiv ausschließt, handelt unseriös und vertuscht die tatsächlichen Tagebau-Risiken”, betonte der BUND-Energieexperte. Im Rheinland gebe es Parallelen zur geologischen Situation in Sachsen-Anhalt.

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