Bürger sollen in Bildungsfonds für Stipendien zahlen

Von: Axel Borrenkott
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Aachen. Achtung, Unternehmer, wohlhabende Bürger und TH-Absolventen: Der Rektor der RWTH und der Aachener Oberbürgermeister wollen an Ihr Portemonnaie! Ernst Schmachtenberg und Jürgen Linden haben sich zu einer Charmeoffensive verbündet, um möglichst viele Menschen in der Region davon zu überzeugen, für Studenten zu spenden.

„Hervorragende Studierende” sollen ab dem kommenden Wintersemester mit einem Stipendium unterstützt werden.

Die Kampagne, die am Montag vorgestellt wurde, fußt auf einem Stipendienprogramm der Landesregierung, das von monatlich 300 Euro ausgeht. Das Land steuert je 150 Euro bei, wenn private Geldgeber die andere Hälfte zahlen. Die RWTH hat inzwischen einen sogenannten Bildungsfonds eingerichtet, in den auch schon einige Unternehmer eingezahlt haben. Firmen werden auch verstärkt umworben. „Es ist eine gesellschaftlich Pflicht, dafür etwas zu tun. Erst recht für Unternehmer”, appellierte Linden.

Vor allem aber bewerben Schmachtenberg und Linden nun das „Bürgerstipendium”, das aus dem Bildungsfonds fließen soll. 3600 Euro pro Jahr - hälftig von Land und Bürgern - sollen „mittelfristig zehn Prozent” der RWTH-Studenten als Zugabe erhalten, „deren bisheriger Werdegang einen guten Studienabschluss vermuten” lässt. Das Geld wird demnach im Leistungs-Wettbewerb vergeben und ist nicht vom eigenen oder dem Einkommen der Eltern abhängig.

„Bezahlbares Studium”

Durchgreifend sozial begründet ist dieses Stipendienwesen also nicht. Gleichwohl postulierte Schmachtenberg den Anspruch des „bezahlbaren Studiums”, während Linden den „Aachener Standortfaktor Nr. 1” hervorhob: „Unsere Hochschulen.” Schließlich profitierte die Bürgerschaft ja nicht schlecht von der Studentenschaft: „Jeder Student gibt auch 300 Euro pro Monat aus.”
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