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Brückenabriss: A4 ab Samstagabend voll gesperrt

Von: Jörg Abels
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Noch fahren auf der A4 Lastwagen unter der alten Rurtalbahnbrücke: Am Wochenende wird das in die Jahre gekommene Bauwerk abgerissen. Foto: Jörg Abels

Düren. Der im September 2008 begonnene Ausbau und die Verlegung der Autobahn 4 im Bereich Düren/Kerpen gehen in die finale Phase. Damit der Verkehr auf der viel befahrenen Ost-West-Tangente wie geplant ab Ende 2014 auch zwischen Aachen und Köln durchgängig auf sechs Spuren fließen kann, muss am kommenden Wochenende die alte Bahnbrücke der Strecke Düren-Jülich abgerissen werden.

Ihre Spannweite reicht für sechs Fahrspuren nicht aus. Die neue Stahlbogenbrücke der Rurtalbahn ist bereits vor Wochen an das Schienennetz angeschlossen worden, so dass ihr Vorgänger jetzt weichen kann. Gleise und Kabel sind bereits entfernt, Bagger legen die Brückenzugänge bis Samstag frei.

Für den Abriss muss die Autobahn zwischen den Anschlussstellen Düren und Buir ein letztes Mal im Rahmen des Gesamtprojekts komplett für den Verkehr gesperrt werden – von Samstag, 6. Juli, 18 Uhr, bis Sonntag, 7. Juli, 20 Uhr. Zwar sei auch der Abriss einer weiteren Brücke bei Kerpen-Sindorf noch einmal mit Behinderungen und einer Teilsperrung verbunden, erklärt Projektleiter Werner Engels vom Landesbetrieb Straßenbau, eine weitere Vollsperrung aber sei nach diesem Wochenende nicht mehr geplant. Großräumige und regionale Umleitungen sind eingerichtet.

Mit dem Abriss der alten Bahnbrücke beginnt nun auch der Ausbau der A 4 ab der Anschlussstelle Düren auf einer Länge von knapp 2,5 Kilometern. Zunächst wird an der nördlichen Seite in Fahrtrichtung Aachen eine dritte Fahrspur gebaut, im zweiten Schritt auf der südlichen Seite in Richtung Köln auch eine dritte Spur angelegt. „Während des kompletten Ausbaus stehen vier Fahrspuren zur Verfügung“, versichert Engels. Der Landesbetrieb nutzt die Vollsperrung am Wochenende, um den Verkehr zunächst einmal komplett auf die Südseite in Fahrtrichtung Köln zu verlegen.

Parallel werden am Wochenende auch bereits Vorbereitungen für den Anschluss des sogenannten Verlegeabschnitts an die bestehende Trasse in Höhe Niederzier-Ellen getroffen. Weil die A 4 dem Tagebau Hambach weichen muss, wurde die neue Trasse auf einer Länge von gut 13 Kilometern in südwestlicher Richtung an die Bahnstrecke Köln-Aachen verlegt. Der bereits in großen Teilen fertiggestellte Neubauabschnitt soll im September 2014 für den Verkehr freigegeben werden, bereits ab April des kommenden Jahres soll der aus Aachen kommende Verkehr die neue Anschlussstelle Merzenicher Heide nutzen können. Mit dieser Teilfreigabe soll ein Verkehrschaos in Düren verhindert werden, wenn ab Ostern im Zuge eines Brückenneubaus auf der Hauptzugangsstraße B 56 anderthalb Jahre lang nur zwei statt vier Fahrspuren zur Verfügung stehen.

Zurück zum Brückenabriss: Werner Engels spricht von einer eher kleinen Maßnahme. Vier Spezialbagger werden den Überbau bis voraussichtlich 2 Uhr in der Nacht abgerissen haben, dann folgen der Unterbau, die Mittelstützen und Teile des Fundaments. Um die Vollsperrung nicht in die Länge zu ziehen, wird der Rest der Fundamente im Boden bleiben, erklärt der Projektleiter. Eine Sprengung kam nicht nur aufgrund der Nähe zur direkt danebenliegenden neuen Brücke nicht infrage, sie wäre auch kostspieliger gewesen als der konventionelle Abriss..

Gesamtkosten: 180 Millionen

Die Kosten des Großprojekts sind ohnehin bereits um 20 Prozent auf mehr als 180 Millionen Euro gestiegen. Tagebaubetreiber RWE Power muss sich als Verursacher der Verlegung an den Kosten des gut 13 Kilometer langen Neubauabschnitts mit 43,69 Prozent beteiligen. Den Rest übernimmt der Bund.

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