Vergewaltiger einer Camperin in der Siegaue bei Feuer in JVA verletzt

Brand in JVA Köln: Verurteilter Vergewaltiger soll Feuer selbst gelegt haben

Von: dpa
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JVA Köln Ossendorf
Bei einem Brand in der Justizvollzugsanstalt Köln-Ossendorf sind drei Menschen verletzt worden. Foto: Federico Gambarini/dpa

Köln/Troisdorf. Der verurteilte Vergewaltiger einer jungen Camperin in der Siegaue soll den Brand in seiner Gefängniszelle mit drei Verletzten selbst verursacht haben. Davon geht die Kölner Staatsanwaltschaft aus. Gegen den 31-Jährigen werde wegen vollendeter Brandstiftung ermittelt, sagte ein Sprecher am Mittwoch.

Ein weiterer Insasse und ein Mitarbeiter der JVA erlitten in der Nacht zum Mittwoch Rauchgasvergiftungen. Wie ein Polizeisprecher sagte, konnten die Flammen gelöscht werden. Ob der Häftling absichtlich oder fahrlässig gehandelt habe, sei noch unklar. Zum Zeitpunkt des Feuers in der Kölner Justizvollzugsanstalt (JVA) war er vermutlich allein in der Einzelzelle. Ein Brandexperte soll die Ursache des Feuers klären.

Der 31-Jährige war im Oktober wegen besonders schwerer Vergewaltigung und räuberischer Erpressung zu elfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Bonn sah es als erwiesen an, dass er im April 2017 ein junges Paar beim Zelten überfiel. Der Mann schlitzte demnach nachts das Zelt auf, bedrohte das Paar aus dem Raum Freiburg mit einer Astsäge und vergewaltigte die damals 23-Jährige.

Der stellvertretende Leiter der JVA Köln, Wolfgang Schriever, sagte, in der Nacht sei Rauch aus der Zelle des Gefangenen bemerkt worden. Bei dem Feuer in der Zelle sei der 31-Jährige so schwer verletzt worden, dass er am frühen Morgen operiert werden musste. Schriever zufolge sind 30 Prozent seiner Haut verbrannt.

Der stellvertretende Leiter der JVA Köln, Wolfgang Schriever, sagte der Deutschen Presse-Agentur, der 31-Jährige habe bereits nach Haftantritt versucht, einen Brand zu verursachen. Laut Staatsanwaltschaft war Mitarbeitern ein Brandfleck in seiner Zelle aufgefallen. Der Inhaftierte habe sich mit Tritten und Schlägen gegen die Beamten gewehrt, die ihm sein Feuerzeug abnehmen wollten.

Der 31-Jährige – ein abgelehnter Asylbewerber aus Ghana – war wenige Tage nach der Vergewaltigung festgenommen worden. Im Prozess bestritt er die Tat. Er hat Rechtsmittel eingelegt. Das Gericht stützte sein Urteil vor allem auf DNA-Spuren.

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