Bonn will marode Beethovenhalle sanieren

Von: dapd
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Bonn. Die Stadt Bonn will 2,8 Millionen Euro in die Sanierung der maroden Beethovenhalle investieren.

Mit der Erneuerung und Instandsetzung technischer Anlagen soll die weitere Nutzung der Kongress- und Konzerthalle sichergestellt werden, wie eine Sprecherin der Stadtverwaltung am Dienstag mitteilte. Die Entscheidung über die Freigabe der Mittel soll der Stadtrat am 14. April treffen.

Nach dem Beethovenfest 2010 hatten zahlreiche Besucher, aber auch Dirigent Kurt Masur massive Kritik am technischen und akustischen Zustand der 1959 eingeweihten Halle geübt. Daher sollen erste Sanierungen noch rechtzeitig vor dem Beethovenfest im Sommer erfolgen. Hierbei geht es besonders um die Verbesserung des Raumklimas sowie um die Betriebssicherheit des Bühnenaufzugs.

Die Erneuerung der Tontechnik wird voraussichtlich bis zu diesem Zeitpunkt schon ausgeführt sein. Insgesamt sollen 2011 etwa 1,725 Millionen Euro in die Halle fließen, die unter anderem auch weitere Brandschutzmaßnahmen und eine Bühnenbeschallung möglich machen. 2012 will die Verwaltung dann weitere 1,065 Millionen Euro in die Halle investieren. Dann stehen unter anderem die Sanierung der Sanitäranlagen, weiterer Brandschutz und eine Dachreparatur an. Auch für die Jahre 2013 bis 2020 hat die Stadt weitere Beträge ermittelt, die zur Verbesserung der Halle insgesamt wünschenswert oder erforderlich wären. Ob diese Investitionen tatsächlich fällig werden, hängt von einer Entscheidung über die Zukunft der Beethovenhalle ab.

Ursprünglich hatte die denkmalgeschützte Halle dann einem von Sponsoren finanzierten Beethovenfestspielhaus weichen sollen. Diese Pläne ruhen angesichts der Finanznot der Stadt aber bis auf weiteres. Auch hatte sich in der Bevölkerung Widerstand gegen den Abriss des Traditionsbaus entwickelt.
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