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Böschungsrutsch: Scharfe Rüge für RWE

Von: dpa
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Tagebau Inden auf

Inden. Landtagsabgeordnete haben RWE Power für seine Informationsblockade beim Böschungsrutsch im Tagebau Inden scharf gerügt.

Der Unterausschuss für Bergbausicherheit des Landtags ließ sich von dem Unternehmen in einer Sondersitzung über den Zwischenfall informieren.

Fraktionsübergreifend forderte der Ausschuss mehr Transparenz von dem Bergbaubetreiber. „Man hat eingesehen bei RWE, dass man einen Riesenfehler gemacht hat”, sagte der Ausschuss-Vorsitzende Josef Hovenjürgen (CDU) am Freitag. Vor rund zwei Wochen waren bei einem Böschungsrutsch im Tagebau Inden bei Jülich große Mengen Erdreich abgebrochen.

Obwohl sich das Ereignis über Tage anbahnte, habe RWE die Öffentlichkeit nicht von sich aus darüber informiert. Erst als Tage danach Medienberichte erschienen, habe auch das Unternehmen informiert. „So kann man es nicht machen. Wir erwarten Transparenz”, sagte Hovenjürgen. Nur mit Transparenz könne man Vertrauen bei den Bürgern schaffen.

Insgesamt waren bis zu 400.000 Kubikmeter Erde an der Arbeitsböschung abgerutscht. Niemand kam zu Schaden. Der Betreiber hatte damit gerechnet, nachdem sich erste Risse gebildet hatten, und Arbeitsgeräte beiseitegeschafft. Grundsätzlich habe kein Gefahrenpotenzial bestanden, sagte Hovenjürgen.

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