Valkenburg - Blumenkultur im prächtigen Schlossgarten

Blumenkultur im prächtigen Schlossgarten

Von: Edda Neitz
Letzte Aktualisierung:
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„Wie es früher einmal war”: Gut 70 freiwillige Helfer halten im Schlossgarten Kasteeltuin eine Pflanzenkultur aufrecht wie sie vor hundert Jahren dort angelegt wurd. Foto: Kasteeltuin/Borgmann

Valkenburg. Betritt man Kasteeltuin, die ursprüngliche Gartenanlage von Schloss Schaloen in Oud Valkenburg, fühlt man sich wie in einer Oase der Natur. Kasteeltuin ist so bepflanzt wie es vor 100 Jahren im Geultal Tradition war. „Wir wollen die Natur und den durch Kultur beeinflussten Umgang von Naturräumen erhalten”, erklärt Marie-Luise Borgmann.

Die Aachenerin gehört zu dem Team von 70 freiwilligen Helfern, die fast täglich kommen, um das zwei Hektar große Areal zu pflegen.

Auf Schritt und Tritt trifft man auf schöne Plätze mit unterschiedlichen Gehölzen und Pflanzen. Pfade in Kreuzform, üppig bepflanzte Blumenrabatten, eingezäunt mit Buchs und ein rundes Beet in der Mitte mit einem spiralförmig geschnittenen Buchsbaum zeichnen den Ziergarten aus, der gleich beim Eingang liegt. Dahinter im Gemüsegarten sorgen die lilafarbenen Blätter am hohen Stamm der Gemüseartischocke zur Zeit für eine besondere Attraktion.

„Alles, was in Limburg zu Hause ist, haben wir hier”, sagt Weil Weynands, der zu den Gärtnern der ersten Stunde gehört. Vor etwa 30 Jahren übernahm der niederländische Verband „ivn” (Vereniging voor natuur en milieu-educatie) den ehemaligen Schlossgarten. Nach und nach entstanden die Obstbaumwiese mit der historischen Apfelsorte „Groensfelder Klompje”, die kleine Heide mit den typischen Heidekraut, Ginster und Säulenwacholder, eine Ackerwiese mit seltenen, aber auch typischen Feldfrüchten wie Tabak, Pastinaken und Sojabohnen. Reiches Leben gibt es am Tümpel.

Früher als Tränke für das Vieh oder als Löschwasser unentbehrlich, tummeln sich nun Frösche, Kröten und Wassersalamander in diesem Wasserbecken. Nicht weit davon entfernt ist das Bienenparadies von Frans Hermanns. Fünf Völker mit insgesamt 70.000 Bienen leben hier. Direkt hinter dem Bienenhaus hat sich der Hobbyimker eine Art „grünes Klassenzimmer” eingerichtet. An der Rückwand hängen Honigschleudern, Siebe und alte Waben. Vier grüne Bänke stehen um einen Tisch in der Mitte.

Hier stellt Frans Hermanns leere Nistkörbe auf und erklät dann wie ein Bienenvolk zu einem Korbwechsel bewegt werden kann oder warum jede Nistgemeinschaft am Eingang seinen Wachdienst hat. Ihre Pflanzenbegeisterung und ihre Liebe zur Natur geben die ehrenamtlichen Helfer nur zu gerne zu. „Hier bekommt auch niemand eine Aufgabe aufs Auge gedrückt.

Jeder macht das, was er gerne möchte”, sagt Marie-Luise Borgmann und fügt hinzu: „Ehrenamtliche Helfer sind immer willkommen”. Seit drei Jahren bearbeitet die Hobbygärtnerin den klassisch, im altholländischen Stil angelegten Kräutergarten, gleich hinter der Wassermühle aus dem 17. Jahrhundert.

Obwohl vier Beete strikt eingeteilt und mit Küchen-, Duft- und Heilkräutern bepflanzt sind, vermittelt auch dieser Teil des Areals ein harmonisches Bild von Form und Farbe. Rosen, Lavendel und Yuccapalmen zwischen Gurkenkraut und Petersiliebilden einen farbenreichen Kontrast.

Wenn das Glöckchen um 11.30 Uhr läutet, lassen die eifrigen Gärtner Rosenschere, Harke und Schubkarre stehen. Jetzt ist Zeit für ein „kopje koffie”, das auf dem grünen Tisch, am Kiesweg, gleich beim Eingang steht, umgeben von kraftvollen Spalierobstranken und Buchsbaumhecken.

Kasteletuin Oud Valkenburg, Oud Valkenburg 1, Schin op geul, 0031/(0) 43 / 459 26 84, 0031/ (0) 46/ 452 42 33. Anreise: Über Vaals auf der N 278 bis Wittem. An der Kreuzung rechts ab Richtung Valkenburg. Direkt hinter Oud Valkenburg, rechts ab in eine kleine Allee nach „Kasteltuin” und Schloss Schaloen. Öffnungszeiten: täglich von 10.30 bis 16.30 Uhr, bis zum 4. Oktober; Führung möglich. Eintritt: Erwachsene 3 Euro, Senioren, 2,50 Euro, Kinder 1 Euro.

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