BGH sieht Fehler: Freispruch für Täter aus Kall aufgehoben

Von: wos
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Kall. Freispruch hieß das Urteil vor drei Jahren für den 2011 wegen Mordes angeklagten Viktor K. aus Kall in der Eifel.

Das Schwurgericht hatte damals zwar die Täterschaft des heute 63-Jährigen bejaht, ihn aber wegen seines starken Alkoholmissbrauchs als nicht schuldfähig eingestuft. Dieses Urteil hat der Bundesgerichtshof (BGH) jetzt aufgehoben.

Seit Mittwoch wird der Fall um die Tötung eines 48-Jährigen in Kall 2011 vor dem Aachener Landgericht neu verhandelt.

Der Mann aus dem Alkoholikermilieu – ein Bekannter von Viktor K.– war vormittags nach einem Trinkgelage in einer Souterrainwohnung mit einem Stich ins Herz getötet worden. Doch ob der Täter tatsächlich Viktor K. war, muss neu geprüft werden.

Laut BGH wurde im früheren Prozess ein Fehler gemacht, weil einem entsprechenden Beweisantrag nicht nachgegangen wurde.

Viktor K. wurde 2012 in eine geschlossene, psychiatrische Anstalt eingewiesen, wo er bis heute ist. Die Richter waren überzeugt: K. leidet an einer Persönlichkeitsstörung und ist gefährlich. Der Prozess geht am Donnerstag weiter.

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