Aachen/Düren/Heinsberg - Betrug mit EC-Karten geht drastisch zurück

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Betrug mit EC-Karten geht drastisch zurück

Von: Marlon Gego
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An diesem Bankautomaten in Büsbach brachten Unbekannte an zehn Tagen ein Vorsatzgerät und eine Kamera an. Foto: H. Eisenmenger

Aachen/Düren/Heinsberg. Die deutschen Banken bekommen Betrugsversuche mit manipulierten Geldautomaten und EC-Karten immer besser in den Griff. Das geht aus einer Anfrage unserer Zeitung beim Landeskriminalamt (LKA) in Düsseldorf hervor.

2010 wurden in Nordrhein-Westfalen 1200 manipulierte Geldautomaten gemeldet; im ersten Halbjahr 2011 waren es nur noch 180. Hält der Trend in Nordrhein-Westfalen an, werden Ende des Jahres etwa 20.000 Bankkunden Opfer von Betrug mit manipulierten Geldautomaten geworden sein. 2010 waren es in NRW noch 72.000, bundesweit gar 190.000, wie das Bundeskriminalamt in Wiesbaden am Freitag auf Anfrage mitteilte.

Beim sogenannten Skimming werden durch die Manipulation von Geldautomaten die Magnetstreifen von EC-Karten ausgelesen und Kopien dieser Karten erstellt, sogenannte White Plastics. Mit diesen kopierten Karten wird dann meist im europäischen Ausland an dortigen Automaten Geld abgehoben. Eine Sprecherin des LKA erklärte am Freitag, der drastische Rückgang der Skimming-Fälle sei auf den von den Banken betriebenen flächendeckenden Einsatz sogenannter EMV-Chips zurückzuführen. Sie machen die kopierten EC-Karten nutzlos. Überdies seien viele Kunden vorsichtiger geworden, und die meisten Banken seien dazu übergegangen, Geldabhebungen im Ausland grundsätzlich nur per Antrag zuzulassen. Wer keinen solchen Antrag bei seiner Bank gestellt habe, dessen gestohlene Magnetstreifendaten würden potenziellen Betrügern im Grunde nichts nutzen.

Düren: Serien-Täter gefasst

Besonders drastisch ist der Rückgang der Skimming-Fälle im Kreis Heinsberg. 2010 wurde 25 manipulierte Geldautomaten gemeldet, bis zum 18. August 2011 waren es nur noch zwei. In der Städteregion Aachen wurden 2010 genau 33 manipulierte Geldautomaten gemeldet, im ersten Halbjahr 2011 sei „die Tendenz deutlich rückläufig”, sagte eine Sprecherin des Aachener Polizeipräsidiums, ohne Zahlen nennen zu wollen.

Im Kreis Düren stehen 115 Fällen im ersten Halbjahr 2010 nur noch 33 im ersten Halbjahr 2011 gegenüber. Allerdings gab es dort 2010 eine organisierte Serie von Skimming-Fällen. Die Täter wurden mittlerweile in Rumänien gefasst und nach Düren überstellt.
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