Berufsfeuerwehrmann muss sich wegen Doppelmords verantworten

Von: ddp
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Köln. Mit der Verlesung der Anklage hat am Montag vor dem Kölner Landgericht der Prozess um einen mutmaßlichen Doppelmord in einer Tiefgarage in Bergisch Gladbach begonnen. Ein Berufsfeuerwehrmann soll im Juli 2009 seiner Ex-Freundin und ihrem Lebensgefährten aufgelauert und beide erschossen haben.

Anschließend war er laut Ermittlungen geflüchtet. Ein Sondereinsatzkommando der Polizei hatte ihn in seiner Wohnung festgenommen. Kurz zuvor hatte er sich die Pulsadern aufgeschnitten, wurde aber notärztlich gerettet.

Für Dienstag kündigte der 39-Jährige erstmals eine Aussage zu den Vorwürfen an. Zum Motiv wollten sich seine Verteidiger zum Prozessauftakt nicht äußern. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es sich bei der Tat um ein Eifersuchtsdrama gehandelt hat. Die ermordete 43-jährige Frau habe sich nicht von ihrem 39-jährigen Lebensgefährten trennen wollen, deshalb habe der ebenfalls 39-jährige Mann beide erschossen, hieß es in der Anklage.

Mehrere Familienangehörige der beiden Opfer treten vor Gericht als Nebenkläger auf. Laut Anklage waren beide Opfer mit mehr als einem halben Dutzend Schüsse getötet worden. Nachbarn hatten die beiden Toten gut eine Stunde nach der Tat neben ihrem Fahrzeug gefunden. Sie hatten die Schüsse zunächst für ein Feuerwerk gehalten.

Für den Prozess sind insgesamt neun Verhandlungstage angesetzt. Bei einer Verurteilung wegen zweifachen Mordes droht dem Berufsfeuerwehrmann eine lebenslange Haftstrafe. Zusätzlich will die Staatsanwaltschaft auch die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld beantragen. In diesem Fall könnte der 39-Jährige frühestens in 20 Jahren aus der Haft entlassen werden.
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