Belgische Bahn-Tickets gelten bald schon ab Aachen

Von: udo/cs
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Aachen/Heinsberg. Das belgische Grenzörtchen Welkenrath wird wohl schon bald für viele deutsche Bahnkunden stark an Attraktivität verlieren.

Fahren heute noch täglich zahlreiche Touristen per Pkw in das bei Aachen gelegene Städtchen, um dort in einen Zug der belgischen Staatsbahn (SNCB) zu steigen, wird sich dieser Umweg bald nicht mehr lohnen.

Denn ab dem 1. Februar können die preislich sehr attraktiven belgischen Bahntickets bereits im Aachener Hauptbahnhof gelöst werden. Dafür entfällt der sogenannte Aixpress-Tarif für Fahrten zwischen Aachen und Lüttich. Dies hat die Verbandsversammlung des Aachener Verkehrsverbundes (AVV) in Heinsberg beschlossen.

Bisher war dies nicht möglich, so dass Fahrkarten für Reisen an die belgische Küste, nach Brüssel oder Lüttich erst in Welkenrath gekauft wurden. Unklar ist indes laut AVV-Geschäftsführer Hans Joachim Sistenich, ob Kunden demnächst auch Sondertarife wie das beliebte Seniorenticket in Aachen lösen können. „Unsere Haltung ist eindeutig”, sagt Sistenich: „Alles, was in Belgien geht, soll auch in Aachen gehen.” Ob die SNCB mitspielt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

Zudem hat sich das oberste AVV-Gremium dafür ausgesprochen, dass das Euregiobahn-Netz bis 2016 komplett elektrifiziert wird und somit die Diesel-Triebwagen endgültig aufs Abstellgleis gerollt werden. „Mit den Elektro-Triebwagen senken wir die Betriebskosten erheblich, sind weitaus umweltfreundlicher und gerade auch auf kurzen Streckenabschnitten schneller unterwegs”, erläutert Sistenich, der mit einer Investitionssumme von rund 15 Millionen Euro rechnet.

Unterdessen verzögert sich der Einsatz von 15 neuen Fahrzeugen des Typs „Talent 2” auf der Regional-Express-Linie 9 (RE9) zwischen Aachen und Siegen durch erneute Lieferverzögerungen des Herstellers Bombardier weiter. Wenigstens die Hälfte der Fahrzeuge sollte eigentlich zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember kommen. Seit Montag ist klar, dass auch das nicht klappt. Die Elek­trotriebzüge sollten ursprünglich bereits im Dezember 2010 in Betrieb genommen werden.
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