Belgiens meistgesuchter Krimineller festgenommen

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Gefängnis in Antwerpen
Häftlinge türmten per Leiter aus diesem Gefängnis in Antwerpen. Foto: dpa

Brüssel. Nach seiner spektakulären Flucht aus einem Gefängnis mit einem Helikopter ist Belgiens meistgesuchter Krimineller in Marokko festgenommen worden.

Auf das Konto von Ashraf Sekkaki gehen mehrere Gewalttaten, Überfälle und Entführungen - er gilt als psychisch krank und äußerst brutal. Ende Juli gelang ihm mit zwei weiteren Häftlingen die Flucht aus dem Gefängnis im belgischen Brügge.

Zwei Komplizen hatten zuvor einen Piloten bedroht und ihn gezwungen, mit seinem Hubschrauber im Gefängnishof zu landen und die Gefangenen an Bord zu nehmen.

Wie die belgische Nachrichtenagentur BELGA berichtete, konnte Sekkaki am Sonntag nahe Al-Hoceima, im Nordosten Marokkos, gefasst werden. Der gebürtige Marokkaner muss laut Medienberichten nun mit einer Haftstrafe von bis zu 20 Jahren rechnen. Nach Belgien soll der 25-Jährige nicht zurückkehren dürfen.

Insgesamt zwei Wochen hielt Sekkaki die Behörden in Atem. In Belgien war er nach seiner Flucht zunächst mit einem gestohlenen Auto unterwegs. Seit vergangenen Dienstag soll der Verbrecher sich in Marokko aufgehalten haben.

Dort war er den Angaben zufolge mit einem Auto mit gefälschtem deutschen Nummernschild in einen Unfall verwickelt und floh daraufhin zu Fuß. „Erschöpft und ausgehungert” sowie an Hand und Fuß verletzt soll er laut Medienberichten nach einem Hinweis von einem Bauern von der Polizei aufgegriffen worden sein.

Indes ist die belgische Polizei weiterhin auf der Suche nach einer Frau, die Sekkaki und zwei anderen Gefangenen, die bereits festgenommen wurden, bei der Flucht half. Die 23-Jährige hatte sich zusammen mit einem Komplizen als Touristin ausgegeben und den Hubschrauber für einen Rundflug über Brügge gebucht, mit dem später die spektakuläre Flucht aus dem Gefängnis gelang.

Nach der Landung auf einem Feld südöstlich von Brügge flohen die Fluchthelfer samt der Gefangenen. Es wird vermutet, dass die Frau nahe Antwerpen untergetaucht ist.
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