Belgiens König im Dilemma: Vermittler di Rupo gibt auch auf

Von: dpa
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Belgien Staatskrise Albert König
König Albert II. hat es derzeit schwer: Auch Sozialistenchef Elio di Rupo hat das Handtuch geschmissen. Die Staatskrise verschärft sich zusehends. Sieben Parteien hatten es in mehreren Wochen nicht geschafft, sich bei den Fragen zu einer Staatsreform auf einen gemeinsam Nenner zu einigen. Foto: zva

Brüssel. Die Verhandlungen zur Bildung einer neuen belgischen Regierung sind in einer Sackgasse. Der französischsprachige Sozialistenchef Elio Di Rupo, der die Gespräche leitete, präsentierte am Freitagabend in Brüssel König Albert II. seinen Rücktritt.

Der Monarch entschied darüber jedoch zunächst nicht, berichtete die Nachrichtenagentur Belga. Weitere Gespräche seien nötig.

Zuvor hatte sich herausgestellt, dass die sieben Parteien am Tisch sich nicht auf einen Kompromiss für eine Staatsreform einigen konnten. Diese Reform ist Voraussetzung für die Bildung eines neuen Kabinetts.

Bei den zähen Vor-Verhandlungen für eine neue Regierung blockieren vor allem die flämischen Nationalisten der N-VA und die flämischen Christdemokraten. Die Belgier hatten am 13. Juni gewählt.

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