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Beeindruckend: „Carmina Burana“ in der RWTH-Aula

Von: Pedro Obiera
Letzte Aktualisierung:
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Großer Bahnhof für Carl Orffs „Carmina Burana“: die Chöre, Instrumentalisten und Solisten in der RWTH-Aula der RWTH Aachen. Foto: A. Schmitter

Aachen. Bevor sich die singenden Heerscharen der Chöre aus Aachen und der Region in der Langen Chornacht über diverse Spielstätten der Stadt ergossen, wurde es bereits im letzten regulären Chorkonzert der Chorbiennale am Abend zuvor eng auf der Bühne der restlos ausverkauften Aula im Hauptgebäude der RWTH.

Die vier Aachener Initiativchöre der Chorbiennale (Carmina Mundi, der Aachener Kammerchor, der Junge Chor Aachen und der Kammerchor des Aachener Bachvereins), der Credo Kammerchor Kiew sowie der von Elena Pierini geleitete Kinder- und Jugendchor Theater Aachen schlossen sich zu einer imposanten Aufführung von Carl Orffs unverwüstlichem Chorklassiker, den „Carmina Burana“, zusammen.

Stefan Parkman, Chefdirigent des WDR Rundfunkchors Köln, hatte wenig Mühe, die geschulten Stimmen unter Kontrolle zu halten, wobei er mit weiser Umsicht relativ moderate Tempi anschlug, so dass es dem Gesamtklang weder an nötigem Volumen noch an Schlankheit mangelte. Und die nicht allzu hohen vokalen Anforderungen des populären und effektvollen Werks bereiteten den Chören, die sich in der zurückliegenden Woche allesamt mit erheblich anspruchsvolleren Aufgaben präsentiert haben, natürlich keine Probleme.

In der von Orff autorisierten Fassung mit zwei Klavieren und Schlagzeug anstelle eines großen Symphonieorchesters sorgten das Klavier-Duo Hiroshi & May Ueno sowie fünf Schlagzeuger der Konzertklasse der hiesigen Musikhochschule für eine stabile Basis. Die in Aachen bestens bekannte Sopranistin Maria Eunju Park absolvierte auch die abenteuerlichsten Höhenflüge ihrer anspruchsvollen Solo-Partie mühelos. Der Bariton Hrólfur Saemundsson, seit acht Jahren bewährtes Ensemblemitglied des Aachener Theaters, gestaltete seinen Part mit großem emotionalem Einsatz, mit dem er die Belastbarkeit seiner Stimme freilich an die Grenze brachte. Und den vokalen Drahtseilakt der Klage des gebratenen Schwans bewältigte der kurzfristig eingesprungene Tenor Makudupanyane Senaoana auf achtbarem Niveau.

Ein festlicher Abschluss des Konzertprogramms der Chorbiennale, der Sänger aus nah und fern, vom sangesfreudigen Kind bis zum gestandenen Profi, so harmonisch vereinigte, wie man es sich von dem international besetzten Event erhofft hat.

Verdienter Beifall des begeisterten Publikums.

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