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Autos angezündet: Angeklagte legen Geständnisse ab

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Köln. Mit Geständnissen hat am Kölner Landgericht am Montag der Prozess um eine Serie von Einbrüchen und Autobränden im Sommer letzten Jahres begonnen. Drei junge Männer im Alter zwischen 19 und 28 Jahren räumten ein, insgesamt 16 Autos in Brand gesetzt und darüber hinaus ein halbes Dutzend Einbrüche begangen zu haben.

Allein durch die Autobrände war laut Anklage ein Schaden von 120.000 Euro entstanden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatten die drei jungen Männer die Fahrzeuge aus „Lust und Laune”, Langweile und Frust über missglückte Einbruchsversuche angezündet.

Dies wurde letztlich von den Angeklagten und ihren Anwälten so bestätigt. Für solche „Dummheiten” gebe es keine Erklärung, deshalb wolle er auch überhaupt nicht versuchen, ein solches Verhalten zu rechtfertigen, sagte Verteidiger Reinhard Birkenstock. Anwalt Günter Teworte sprach von einer „gruppendynamischen Entwicklung”.

Die Angeklagten hatten laut Anklage jeweils Grillanzünder auf einen der Reifen der Fahrzeuge gelegt und in Brand gesteckt. Die Fahrzeuge brannten entweder komplett aus oder wurden zumindest stark beschädigt.

Darüber hinaus waren die Angeklagten nach eigenen Angaben auch in Firmen und Container eingestiegen. Dabei erbeuteten sie mehrfach Fernseher, aber auch Werkzeug. Die Kölner Polizei hat mit einer Sonderkommission auf die Serie von Fahrzeugbränden im Sommer letzten Jahres reagiert. Letztlich waren die drei jungen Männer auf frischer Tat ertappt worden. Einer der drei hatte ganz in der Nähe seiner Wohnung einen Mercedes angezündet und sich anschließend vom Balkon aus die Löscharbeiten angeschaut.

Für den Prozess hat das Kölner Landgericht insgesamt fünf Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil soll am 11. März verkündet werden.
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