Autofahrer wegen versuchten Mordes vor Gericht

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Mönchengladbach. Ein 28-jähriger Autofahrer muss sich seit Dienstag nach einer Unfallflucht wegen versuchten Mordes in Mönchengladbach vor Gericht verantworten.

Er soll betrunken und ohne Führerschein einen Radfahrer angefahren und nachts am Rand einer Bundesstraße liegengelassen haben. Der Radfahrer starb etwa vier Stunden nach dem Unfall im Krankenhaus an seinen Verletzungen.

Beim Prozessauftakt widerrief der Angeklagte sein Geständnis, das er bei der Polizei abgelegt hatte: Er habe die Tat nur auf Druck der Vernehmungsbeamten zugegeben. Tatsächlich habe er eine Amnesie und könne sich an die Tatnacht vom 27. April nicht erinnern. Außerdem habe er Probleme mit harten Drogen wie Kokain und Amphetaminen.

Der Richter sagte dem Angeklagten, er glaube ihm die Geschichte mit der Amnesie nicht. Daraufhin entschloss sich der Angeklagte, den Rest des Verhandlungstages zu schweigen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 28-Jährigen neben versuchtem Mord auch fahrlässige Tötung, Unfallflucht und Fahren ohne Fahrerlaubnis in sieben Fällen vor. Die Polizei hatte ihn erst durch aufwendige Ermittlungen ausfindig machen können.

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