Düsseldorf - Autofahrer überfährt Türsteher: Fahndung mit Hochdruck

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Autofahrer überfährt Türsteher: Fahndung mit Hochdruck

Von: dpa
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Aufgesprühte Markierungen der Polizei markieren den Tatort, an dem der Täter in den Eingang des Clubs raste. Foto: Martin Gerten/dpa
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Die Polizei fahndet weiter nach dem Autofahrer, der die drei Türsteher einer Düsseldorfer Diskothek offenbar gezielt überfahren wollte. Foto: Martin Gerten/dpa
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Ein unbekannter Autofahrer soll am frühen Neujahrsmorgen versucht haben, mit seinem Wagen gezielt drei Türsteher der Diskothek zu überfahren. Der Wagen erfasste einen der Männer, schleuderte ihn zu Boden und verletzte ihn dabei schwer. Foto: Alexandra Balzer/dpa

Düsseldorf. Mit Hochdruck fahndet die Polizei nach einem Autofahrer, der am Neujahrsmorgen in Düsseldorf den Türsteher einer Diskothek überfahren hatte. Eine „intensive Fahndung” sei angelaufen, erklärten die Ermittler am Dienstag. Eine Mordkommission befrage Zeugen und gehe Hinweisen nach.

Der gesuchte Autofahrer war an Neujahr gegen 5.30 Uhr mit zwei Begleitern von den Sicherheitsmitarbeitern aus dem Club geworfen worden. Kurz darauf fuhr er mit einem Auto gezielt in die enge Passage vor dem Club auf die Türsteher zu. Ein 36-Jähriger wurde überfahren.

Der Schwerverletzte flüchtete mit zwei seiner Kollegen auf die Straße. Dort brach er zusammen und wurde erneut von dem Auto des Gesuchten erfasst. Die beiden anderen 28 und 31 Jahre alten Türsteher blieben unverletzt. Mehrfach soll der Fahrer den Wagen auf der Straße gewendet und neue Versuche unternommen haben, die Türsteher zu erwischen. Er flüchtete, wahrscheinlich mit den beiden Kumpanen, in dem Wagen.

Die Polizei vermutet, dass der Gesuchte aus Wut über den Rauswurf gehandelt hat. Weshalb das Trio aus der Diskothek herausflog, konnte die Polizei nicht sagen. „Es ist nicht klar, was vorgefallen ist”, sagte eine Sprecherin. Die Ermittler erhoffen sich auch Fotos, die in dem Club von Besuchern gemacht wurden.

Am Dienstag waren an der Diskothek im Zentrum von Düsseldorf noch die gelben und weißen Markierungen der Spurensicherung zu sehen. Hinter einem Gitter waren in der Passage auch Reifenspuren auf dem roten Teppich zu erkennen. Die Eingänge waren verschlossen.

Der schwer verletzte Türsteher schwebe nicht mehr in Lebensgefahr, erklärte die Polizei. Der Mann werde auch von einem Rechtsmediziner untersucht. Wegen der Gesamtumstände bewerteten die Ermittler das Geschehen als vorsätzliches versuchtes Tötungsdelikt.

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