Autobahnkreuz Aachen: Letzte Bauphase beginnt mit Sperrungen

Von: Claudia Schweda
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Autobahnkreuz Aachen
Im Autobahnkreuz Aachen kommt es einmal mehr zu Umstrukturierungen. Foto: Flyingeye.nl

Aachen. Im Autobahnkreuz Aachen beginnt die nächste Umbauphase: An diesem Wochenende wird die A4-Ersatzbrücke für die Fahrt aus Richtung Niederlande ins Kreuz hinein angeliefert und montiert. Dafür muss die darunter liegende A544, die in die Stadt Aachen hineinführt, vom Kreuz bis zur Abfahrt in Würselen gesperrt werden.

Aus Aachen heraus in Richtung Köln und Düsseldorf führt während der Bauarbeiten immer eine Spur über eine neu entstandene Fahrbahn an der Baustelle vorbei. Die Sperrung beginnt am Freitagabend, 20 Uhr, und dauert längstens bis zum Montagmorgen, 4 Uhr. Ernst Gombert, Projektleiter beim Landesbetrieb Straßenbau, hofft aber, dass schon im Laufe des Sonntags alle Sperrungen wieder aufgehoben werden können. Mit der Wahl dieses Wochenendes hat der Landesbetrieb Rücksicht auf die Interessen der Stadt Aachen genommen: Ein Wochenende später beginnt der Weihnachtsmarkt, der viele auswärtige Besucher in die Stadt lockt.

Wegen abschließender Schweißarbeiten an der Ersatzbrücke muss die A544 aus Fahrtrichtung Köln kommende Woche Dienstag und Donnerstag von 9.30 Uhr bis 15 Uhr erneut gesperrt werden. Die Fahrspur aus Richtung Düsseldorf bleibt offen. Aus Aachen in Richtung Köln steht wegen dieser Schweißarbeiten am Mittwoch in derselben Zeit nur eine Fahrspur auf der A544 zur Verfügung.

Zum Jahresanfang soll der Verkehr auf die Ersatzbrücke umgeleitet werden. Ab März beginnt dann der Abbruch der alten Brücke. Gombert ist froh, dass sich überhaupt zwei Unternehmen beworben haben: „Die Branche boomt derzeit. Es ist teilweise schwer, Unternehmen zu finden, die die Arbeiten ausführen.“ Parallel wird der Neubau der Brücke und aller Fahrspuren auf der Südseite des Kreuzes ausgeschrieben, die abhängig vom Bau der neuen Brücke sind.

Deren Statik ist eine echte Herausforderung, weil die Brücke in einem Linksbogen über die A544 hinweg nach unten ins Kreuz hineinführt. Zudem soll die neue Brücke breiter und länger werden und vier Fahrspuren plus Standspur bieten. Dennoch kann sie – wegen der darunter verlaufenden Spuren nur von fünf Punkten getragen werden. Und die zentrale Stütze kann nicht breiter werden, als der schmale Mittelstreifen der A544. Die neue Brücke kostet 17 Millionen Euro. Das Ziel ist, Ende 2020 den Kreuzumbau abzuschließen.

Auch die Ersatzbrücke ist kein Allerweltsbau: Sie kostet 3,8 Millionen Euro, wird mehr als 80 Meter lang sein und 360 Tonnen wiegen. Angeliefert wird sie in sechs vormontierten Teilen von je 40 Metern Länge. Ihr Mittelpfeiler hat ein Fundament, das zusätzlich auf vier Pfählen steht, die 18 Meter tief in den Boden gerammt wurden. „Sie muss die gleiche Last tragen wie die alte“, sagt Gombert.

Bereits Anfang des Jahres sollen zudem die Autofahrer eine Entlastung spüren, die täglich über die A544 Richtung Belgien fahren. Bislang müssen sie im Kreuz über eine Fahrspur der A4 hinweg zur Ausfahrt wechseln. Dieser Spurwechsel bleibt ihnen erspart, wenn eine neue Fahrspur – zunächst als Provisorium – fertig ist. Der erste Teil davon wird am Wochenende zur Umfahrung der Baustelle genutzt. Im Januar soll diese neue Fahrspur dann komplett freigegeben werden.

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