Köln - Ausgebrochener Gepard geht freiwillig zurück hinter Gitter

Ausgebrochener Gepard geht freiwillig zurück hinter Gitter

Von: dpa
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Ein Gepard (Acinonyx jubatus)
Ein Gepard ist am Dienstag im Kölner Zoo aus seinem Gehege ausgebüxt und hat sich zu den benachbarten Flamingos gesellt. Foto: dapd

Köln. Im Kölner Zoo ist am Dienstag ein Gepard ausgebrochen. Die afrikanische Raubkatze sprang über ein Gitter ihres Geheges in die Flamingo-Anlage.

Anstatt aber die Gunst der Stunde zu nutzen und sich aus dem Staub zu machen - Geparde sind die schnellsten Landtiere überhaupt! -, versuchte „Nelson” sofort wieder, in sein Gefängnis zu gelangen. Herbeigeeiltes Personal geleitete ihn zurück. „Wir haben ihn im Prinzip wie eine Kuh getrieben, und dann ist er durch die offene Tür ganz allein hineingelaufen”, sagte Zoovorstand Christopher Landsberg dpa. Der Ausflug in die Freiheit währte so nur 20 Minuten.

Über die Beweggründe des Geparden könne man nur spekulieren. „Vielleicht wollte er eine Ente jagen.” Andererseits seien die Enten schon immer da gewesen. „Möglicherweise hatte er ein bisschen Stress.” In dem Gehege werden seit vier Wochen zwei jüngere Geparden eingewöhnt.

Die Gepardenfreianlage datiert von 1987. Die Tatsache, dass die Absperrung in all den Jahren nie übersprungen wurde, obwohl dies den Tieren offensichtlich möglich ist, zeugt nach Einschätzung Landsbergs davon, dass sie eben doch „freiwillig” dort verblieben. Sie hätten das Gehege als ihr Revier akzeptiert. Die Anlage werde nun aber auf jeden Fall angepasst, versicherte Landsberg.

Die Zoobesucher hätten alle sehr verständig reagiert und sich auf Wunsch des Personals ins Zoorestaurant zurückgezogen. Der Gepard habe niemanden bedroht. „Nein, sie fressen keine Menschen”, sagte Landsberg. „Es sind eher harmlose Raubkatzen.”

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