Auch die Euregiobahn bleibt stehen

Von: dpa/az
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bahnstreik an auf
Warten, warten, warten: Die Lokführergewerkschaft GDL bestreikt erneut bundesweit den Personenverkehr. Foto: dpa

Aachen/Berlin. Gestresste Pendler, gestoppte Fracht: Der bisher längste Lokführerstreik im derzeitigen Tarifkonflikt hat den Güter- und Personenverkehr in Deutschland am Donnerstag hart getroffen.

Am frühen Morgen fielen bundesweit etliche S-Bahnen und Pendlerzüge aus. Wegen der Arbeitskampfes der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) konnte zudem jeder dritte Fernzug nicht losfahren, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Auch nach dem Ende des sechsstündigen Ausstands mussten Reisende weitere Behinderungen bis in den Abend hinnehmen. Im Güterverkehr, der seit Mittwochabend lahmgelegt wurde, blieben Hunderte Züge stehen.

Die Deutsche Bahn kritisierte die Eskalation des Arbeitskampfes und forderte weitere Verhandlungen. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hält die Streikfolgen für „nicht zu verantworten und unverhältnismäßig”. An jedem Streiktag entstünden der deutschen Wirtschaft „Schäden in mindestens zweistelliger Millionenhöhe”, sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf.

Die GDL will den Streik nun nicht unmittelbar fortsetzen, ließ aber offen, wann es das nächste Mal wieder so weit sein könnte. „Die GDL wird nun eine Pause machen, damit sich die Arbeitgeber besinnen können”, sagte der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky.

Auch im Raum Aachen macht die Gewerkschaft GDL jetzt Ernst: Vor allem der Nahverkehr war vom Streik der Lokführer betroffen. 14 Kollegen blieben ihren Arbeitsplätzen von 4 Uhr früh bis 10 Uhr fern. In dieser Zeit ging für Nutzer der Euregiobahn nichts. Auch die Verbindung Richtung Dortmund war gestört. Der Aachener Streikführer Stefan Dewes kritisierte scharf, dass Züge teils als verspätet angekündigt worden seien, obwohl sie nicht aktiviert worden seien.
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