Erkelenz-Immerath - Arzt von Schüssen durchsiebt

Arzt von Schüssen durchsiebt

Von: disch/hku
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Tod auf offenem Feld: Die Spurensicherung untersucht den Fundort der Leiche des Augenarztes Udo Schmitz auf einem Acker bei Immerath. Foto: Peter Kerkhoff

Erkelenz-Immerath. Nahe Immerath ist ein 51-jähriger Arzt aus Erkelenz auf brutale Art und Weise getötet worden. Das Opfer wurde erschossen. Sein Körper soll von mehr als einem Dutzend Kugeln getroffen worden sein. Spaziergänger fanden die Leiche am Samstagnachmittag an einem Feldweg nahe der Erkelenzer Ortschaft.

Wie die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach und die Mordkommission Aachen am Sonntag nach der Obduktion der Leiche in der Düsseldorfer Rechtsmedizin in einer Presseerklärung mitteilten, seien Schussverletzungen die Todesursache gewesen.

Zwar wurden keine Angaben dazu gemacht, wie viele Schusswunden die Leiche aufwies, allerdings wollte die Staatsanwaltschaft nicht dementieren, dass es sich um mehr als ein Dutzend Einschüsse gehandelt habe. Die Suche nach dem Täter oder den Tätern laufe auf Hochtouren. Es gebe allerdings keine heiße Spur, sagte der Sprecher der Polizei im Kreis Heinsberg, Karl-Heinz Frenken, auf Anfrage unserer Zeitung.

Aus Ermittlerkreisen verlautete derweil, dass die Schüsse das Opfer überwiegend in der Leistengegend trafen. Fahnder halten deshalb offensichtlich eine Eifersuchtstat für möglich.

Gegen 16.05 Uhr hatten Spaziergänger am Samstag in den Feldern unmittelbar an der Grenze zum Kreis Düren den grausigen Fund gemacht. Sie entdeckten eine mit Schnee bedeckte, leblose Person und alarmierten sofort Rettungsdienst und Polizei. Der Notarzt konnte dem Mann jedoch nicht mehr helfen, sondern nur noch dessen Tod feststellen.

Für die Polizei stand rasch fest, dass es sich vermutlich um ein Tötungsdelikt handeln würde. Beamte der Erkelenzer Wache sicherten die Einsatzstelle ab. Die Mordkommission aus Aachen rückte an. Nach unbestätigten Informationen sollen am Fundort zahlreiche Patronenhülsen gefunden worden sein. Die Leiche soll etliche Einschusslöcher aufweisen. Der Polizeisprecher wollte lediglich bestätigen, dass der Fundort wahrscheinlich auch der Tatort sei - ohne Details zu nennen.

Die Spurensicherung sei „absolut schwierig” gewesen, berichtete der Polizeisprecher. Unter einem Zelt wurden von den Experten die Spuren unmittelbar an der Leiche gesichert. Da das Opfer einen Ausweis mit sich führte, konnten die Beamten der Mordkommission noch in der Nacht zumindest die Identität des Toten klären. Bis etwa 23 Uhr liefen die Ermittlungen vor Ort zunächst. Über Nacht blieb das Gebiet aber von Polizeikräften abgesperrt, denn am nächsten Morgen wurde die Spurensicherung fortgesetzt.

Dringend suchen die Ermittler Zeugen, die am Samstag vor 16.05Uhr auf dem Wirtschaftsweg parallel zur Landstraße 19 oder in der Nähe verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Hinweise nimmt die Mordkommission unter Telefon 02452/9200 entgegen.
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