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Arbeitsmarkt in NRW robust

Von: dpa
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Arbeitsmarkt
Der nordrhein-westfälische Arbeitsmarkt ist in robuster Verfassung ins neue Jahr gestartet. Im Dezember stieg die Zahl der Arbeitslosen nur leicht - um rund 5700 auf etwa 686.700. Foto: dpa

Düsseldorf. Der nordrhein-westfälische Arbeitsmarkt ist in robuster Verfassung ins neue Jahr gestartet. Im Dezember stieg die Zahl der Arbeitslosen nur leicht - um rund 5700 auf etwa 686.700.

Die Arbeitslosenquote betrug unverändert 7,6 Prozent, wie die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Düsseldorf berichtete. Im Dezember 2010 hatte die Arbeitslosenquote bei 8,1 Prozent gelegen. Damals waren rund 43.000 Menschen mehr ohne Arbeit.

Im Durchschnitt des Jahres 2011 waren 728.640 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Die Jahresquote beträgt damit 8,1 Prozent. Für 2011 erwartet die Regionaldirektion eine Arbeitslosigkeit auf ähnlichem Niveau. Im Durchschnitt des Jahres 2012 rechnen die Arbeitsmarktexperten mit etwa 725.000 Arbeitslosen und einer Arbeitslosenquote von 8,0 Prozent.

Für die stabile Lage auf dem NRW-Arbeitsmarkt spricht nach Angaben der Regionaldirektion auch die steigende Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Im Oktober hätten 6,1 Millionen Arbeitnehmer auf den Lohn- und Gehaltslisten von Unternehmen und Verwaltungen gestanden - noch einmal 15.000 mehr als im September. Dies zeige, dass die Betriebe weiterhin eine robuste konjunkturelle Situation erwarteten und Personal einstellten.

Eine weiterhin gute Konjunkturlage erwartet auch der Bundesverband mittelständische Wirtschaft. Mehr als 80 Prozent der Verbandsmitglieder in NRW rechnen laut Umfrage für das erste Halbjahr 2012 mit verbesserten oder gleichbleibenden Geschäftsaussichten.

Für den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) zeigt der NRW-Arbeitsmarkt Licht und Schatten. Trotz der relativ guten Konjunktur habe sich die Langzeitarbeitslosigkeit verfestigt, kritisierte der DGB-Landesvorsitzende Andreas Meyer-Lauber. Mehr als die Hälfte aller arbeitslosen Hilfeempfänger sei bereits seit mehr als zwei Jahren ohne Beschäftigung.

Nach Angaben der Regionaldirektion sind die positiven Zahlen vom Arbeitsmarkt keine Folge statistischer Effekte. Die Zahl der Arbeitslosen, die nicht von der Statistik erfasst werden, weil sie Qualifizierungsmaßnahmen oder andere Programme absolvieren, sei im Vergleich zum Vorjahr um knapp 92.000 auf 210.000 Männer und Frauen gesunken.

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