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Arbeitsloser muss wegen Entführung eines Hundes Geldstrafe zahlen

Von: ddp
Letzte Aktualisierung:

Düsseldorf. Wegen der Entführung des Hundes seiner Nachbarin muss ein 42-jähriger Arbeitsloser eine Geldstrafe von 300 Euro zahlen.

Das Düsseldorfer Amtsgericht verurteilte den Angeklagten am Freitag wegen Erpressung. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 42-Jährige den Hund einfach mit zu sich in die Wohnung genommen und für die Herausgabe zehn Euro gefordert hatte.

Der Angeklagte selbst hatte vor Gericht ausgesagt, der sieben Jahre alte Mischlingshund „Stanley” sei ihm zugelaufen. Seine Tochter habe das Tier mit Wurst gefüttert. Als die Besitzerin dann plötzlich vor seiner Tür gestanden habe, habe er lediglich um etwas Geld als Gegenwert für die Wurst gefragt. Von einer Erpressung könne keine Rede sein.

Diese Aussagen wertete das Gericht als blanke Schutzbehauptung. Die Richter folgten stattdessen den Angaben der Hundehalterin. Die Frau hatte erklärt, der Nachbar habe den Hund in den Aufzug gelockt und ihn in seine Wohnung mitgenommen. Als sie geklingelt habe, habe er erklärt, sie könne den Hund haben, müsse seiner Tochter aber zehn Euro Taschengeld zahlen. Nachdem sie daraufhin das Geld geholt hätte, habe der Mann Stanley, den Hund, herausgegeben. Der Mann kann gegen das Urteil noch Berufung einlegen.

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