Simmerath/Aachen - Anklage nach Mord in der Eifel

Anklage nach Mord in der Eifel

Von: Marlon Gego
Letzte Aktualisierung:
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In diesem Haus in Kesternich ereignete sich die schreckliche Bluttat. Foto: Hoffmann

Simmerath/Aachen. Die Aachener Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen 26 Jahre alten Mann wegen Mordes und Raubes mit Todesfolge an der 62 Jahre alten Frau des Ortsvorstehers von Simmerath-Kesternich erhoben.

Entsprechende Informationen unserer Zeitung bestätigte am Mittwoch Staatsanwalt Jost Schützeberg. Der Prozess gegen den aufgrund einer psychischen Erkrankung möglicherweise nur vermindert schuldfähigen Mann beginnt am 18. Juni vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Aachen.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann am 10. Februar gegen 19 Uhr zufällig am Haus der Tochter der 62-Jährigen in Kesternich geklingelt hatte, in dem sie auf ihre Enkelkinder aufpasste. Der 26-Jährige habe, als die 62-Jährige öffnete, darum gebeten, die Toilette im Haus benutzen zu dürfen, was die Frau auch gestattete. Anschließend bat der 26-Jährige um einen Tee, auch diesem Wunsch kam die Frau nach, so steht es in der Anklageschrift.

Ein Laptop im Wert von 630 Euro

Auf dem Weg in die Küche sah der 26-Jährige einen Laptop, den er mitnehmen wollte. Als die 62-Jährige ihm während des Teekochens den Rücken zudrehte, zog er eine Fingerhantel aus seiner Tasche und schlug der Frau damit auf den Kopf. Sie flüchtete aus der Küche ins Wohnzimmer, wo der 26-Jährige weiter auf sie einschlug. Der 26-Jährige nahm den Laptop im Wert von 630 Euro mit und floh, so hat er es den Ermittlern erzählt. Kurz darauf fanden die Enkel ihre Großmutter tot im Wohnzimmer.

Der Fall hatte im 1500-Einwohner-Ort für erhebliches Aufsehen gesorgt, zumal zunächst das 32 Jahre alte Patenkind des Opfers verhaftet worden war und in Untersuchungshaft gesessen hatte. Erst die Auswertung der am Tatort gesicherten DNA-Spuren hatte die Staatsanwaltschaft auf die Spur des 26-Jährigen geführt, der bereits vorher strafrechtlich in Erscheinung getreten war. Er lebte zum Zeitpunkt der Tat in einem Wohnheim des Alten-, Behinderten- und Kinderhilfswerks (ABK) zwischen Kesternich und Einruhr.

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