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Anklage nach JVA-Ausbruch in Aachen

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:
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Der Eingang der JVA Aachen. Foto: Roeger

Aachen. Es war der Abend des 26. November 2009. Kurz nach 20 Uhr begannen dramatischen Tage. Die als skrupellos eingestuften Schwerverbrecher Peter-Paul Michalski und Michael Heckhoff flohen aus der Aachen Justizvollzugsanstalt und nahmen von dort auch Dienstwaffen samt Munition mit.

Sie kaperten ein Taxi, nahmen später weitere Geiseln. Tausende Polizisten suchten sie im ganzen Land, bevor sie Tage später getrennt voneinander festgenommen werden konnten.

Am Freitag nun hat die Aachener Staatsanwaltschaft Anklage gegen die bereits früher zu lebenslangen Haftstrafen verurteilten Männer erhoben. Das bestätigte Oberstaatsanwalt Alexander Geimer auf Anfrage unserer Zeitung. Details will die Behörde erst kommende Woche veröffentlichen.

Im selben Verfahren mitangeklagt ist ein JVA-Bediensteter. Ihm werfen die Ermittler vor, den Gefangenen zur Flucht verholfen zu haben.

Der Ausbruch aus dem bis dahin als ausbruchssicher geltenden Aachener Gefängnis zog unter anderem Rücktrittsforderungen gegen die Landesjustizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) nach sich. Diese wiederum lässt derzeit NRW-Gefängnisse von einer Kommission auf mögliche Mängel untersuchen - beginnend mit Aachen.
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